WBR: „Wir fangen gerade erst an!“ – Von der Kneipe bis zum Festival

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Aus einem Soloprojekt wurde eine Band mit klarer Mission: WBR aus Olpe verbinden Kneipenpoesie mit Festivalatmosphäre und haben in nur zwei Jahren beachtliche Erfolge gefeiert. Von der spontanen Support-Zusage für EIZBRAND über Slots beim Summerside Festival bis hin zum KÄRBHOLZ Heimspiel zeigt das Sauerländer Quartett, dass Fleiß und Glück sich nicht ausschließen.

Mit ihrer letzten Single setzen sie ein Statement, das zugleich Rückblick und Versprechen ist. Im Interview sprechen sie über professionelle Bandorganisation und die Bedeutung von Haltung in Zeiten, die eher auseinanderdriften. Und darüber, warum sie keine politische Show aufbauen wollen, aber trotzdem klar Position beziehen.

Wir sind die Band WBR aus Olpe in NRW. Entstanden ist die Band aus einem Soloprojekt, damals „Florian Weber“. 2024 haben wir dann den Namen geändert und dieser Name ist am Nachnamen von Flo, Gründer der Band, angelegt. Streiche „E“, hast du WBR.

BANDUP: Mit „WIR FANGEN GERADE ERST AN!“ blickt ihr auf eure ersten zwei Jahre als Band zurück. Was waren die prägendsten Momente in dieser Zeit, die euch als WBR geformt haben?

WBR: Ich denke, dass wir Anfang des Jahres 2025 nach einer Spontanbewerbung an die Band EIZBRAND, die Zusage als Support für die Tour bekommen haben. Das war irgendwo ein Startschuss für uns. In diesem Jahr waren die Highlights dann definitiv das Summerside Festival und das Kärbholz Heimspiel. Ich denke, dass das nach nur zwei Jahren Bandgeschichte nicht selbstverständlich ist, dort Slots zu bekommen.

Wie verbindet man Kneipe und Festival?

BANDUP: Ihr beschreibt euren Sound als „irgendwo zwischen Kneipenpoesie und Festivalatmosphäre“. Wie schafft ihr es, diese beiden scheinbar gegensätzlichen Welten musikalisch und textlich zusammenzubringen?

WBR: Kneipe ist nahbar, Festival ist Familie. Ich denke, dass diese beiden Komponenten es uns einfach machen dieses Gefühl zu verbinden. Wir schreiben Songs die aus Kneipenlaune entstehen und für Festivalbühnen geeignet sind. Nach dem Feedback der letzten zwei Jahre zu gehen, ist uns das bisher ziemlich gut gelungen.

BANDUP: Ihr seid als vierköpfige Band aus dem Sauerland gestartet und spielt mittlerweile auf größeren Festivals wie dem KÄRBHOLZ Heimspiel. Wie organisiert ihr euch intern, damit das alles neben Job, Privatleben und Musik funktioniert?

WBR: Ich glaube Flo übernimmt einen großen Teil der Aufgaben, was uns immens Arbeit abnimmt. Der ist irgendwie Feuer und Flamme in dem Thema. Ihm reicht meist schon die kleinste Zuarbeit von uns und ja, bisher lief alles super. Wenn’s aber nach ihm geht, dürften wir ihm gerne einiges abnehmen. Dann ist der auch mal entspannter! 😀

Wie hilft BANDZONE bei der Organisation?

BANDUP: Ihr nutzt mit BANDZONE ein professionelles Tool für eure Bandorganisation. Was genau macht ihr damit und welche Bereiche eures Bandalltags laufen dadurch strukturierter ab?

WBR: Die App hilft uns gerade für die Planung von Proben, Sessions und auch Konzerten/Festival. Man kann dort im Detail alles bis aufs Kleinste notieren, sodass jeder sofort einen Überblick über das Anliegen hat. Das macht es uns so leicht und wir sind sehr dankbar für diese App!! Aber auch Setlists sowie GEMA Listen erstellen, macht es für unsere Orga unglaublich leicht zu Arbeiten.

BANDUP: Auf eurer band.bio-Seite präsentiert ihr euch sehr klar und professionell. Wie wichtig ist euch so eine zentrale digitale Visitenkarte, und wie nutzt ihr sie konkret für Bookings, Promo und Kontakte?

WBR: Uns war wichtig, dass wir ein professionelles Auftreten darstellen können. Das Bandzone dann mit so einem mega Tool um die Ecke kommt, war einfach phänomenal! Band.bio ist nicht nur eine Visitenkarte, sondern eher eine in der App integrierte Homepage, die alles enthält was einem Booker wichtig ist bzw. sein könnte. Somit ist sie absolut perfekt. Besonders die Vorstellung der einzelnen Bandmitglieder ist super, da man sich so direkt ein Gesamtbild machen kann.

Warum jetzt dieses Statement setzen?

BANDUP: Die letzte Single trägt den Titel „WIR FANGEN GERADE ERST AN!“. Warum war es euch wichtig, genau jetzt dieses Statement zu setzen, und was bedeutet dieser Satz für eure Zukunft als Band?

WBR: Naja, was bisher geschah war mit viel Fleiß und vor allem einigem Glück verbunden. Jetzt geht’s aber erst so richtig los. Jetzt heißt es: Wir dürfen uns nicht auf dem Vergangenen ausruhen, sondern wir müssen Vollgas geben. Wir wollen, dass man uns in Deutschland kennt und wir eine Fanbase um uns herum bilden. Ziel ist es einen Treffpunkt für ein MITEINANDER zu bilden in Zeiten wo vieles auseinander geht.

BANDUP: Vom Streamingmarkt auf die Bühne, Support-Tour mit EIZBRAND, Festival-Sommer 2026. Was sind die nächsten großen Ziele, die ihr euch als WBR gesteckt habt?

WBR: Natürlich Rock am Ring 2027… Nein, absoluter Schwachsinn! Wir leben im hier und jetzt und müssen uns versuchen zu etablieren, wir müssen die Augen aufhalten, nach Möglichkeiten schauen uns bei Festivalgrößen ins Ranking zu spielen. Da heißt es leider noch einige Jahre Klinken putzen, aber das gehört halt zum Business dazu. Wir lieben Musik und sie zu transportieren. Das sollte der Fokus sein, denn was dann kommt können wir eh nur in einem gewissen Maße steuern. Wir sind für nahezu alles offen!

Wie wichtig ist euch Haltung in der Musik?

BANDUP: Ihr steht für Solidarität, Diversität und eine klare Haltung gegen Extremismus. Wie wichtig ist es euch, dass eure Musik nicht nur unterhält, sondern auch Haltung zeigt?

WBR: Sehr, aber immer mit einem gewissen Maße an Zurückhaltung in Äußerung. Gerade jetzt ist es wichtig, dass wir schauen, dass jeder Mensch ein Individuum ist. Wir können und wollen nicht jedem vorschreiben was er zu tun und zu lassen hat. Wir sagen ganz klar, dass man lieben kann wen man will. Glauben kann an wen man will und es egal ist wo man herkommt. Hauptsache man ist kein Arsch. Gerade das „Extreme“ kann das nicht auseinanderhalten, so zumindest unser Gefühl. Und wir sprechen hier nicht nur vom Links- oder Rechtsextremismus. Es gibt sehr viel mehr Extreme als man denkt.

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Wir sind eher für einen offenen Dialog um einen gemeinsamen Nenner zu finden und wir plädieren auf ein friedliches Zusammenleben. Wenn man dem nicht entsprechen will, stimmt bei ihm/ihr etwas grundsätzlich nicht. Wer unseren Song „Schlafende Hunde“ gehört und verstanden hat, der dürfte wissen was wir damit meinen ohne danach jegliche Fragen zu stellen oder stellen zu wollen. Wir sind keine Politiker. Deshalb sollten wir auch keine Show aufbauen, die auf Politik basiert.

BANDUP: Zum Abschluss: Welchen Song (ob von euch selbst oder von anderen Künstler*innen) würdet ihr unseren Leser*innen gerade ans Herz legen?

WBR: Was zum Thema „Dialog schaffen“ ein perfektes Beispiel ist, ist der Song „Manchmal finde ich dich scheiße“ von Feine Sahne Fischfilet feat. Finch. Der beschreibt es perfekt! Und wer ein Verständnis für unsere Einstellung haben möchte, der sollte sich unseren Song „Schlafende Hunde“ definitiv anhören, am besten ein paar Mal. Verstehst du den Song, verstehst du unsere Haltung.

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