PHEA veröffentlicht „Ride Or Die“ – neue Single vor kommender EP
„Ride Or Die“ klingt nicht nach einer glatten Pop-Single – sondern nach einem echten Moment. Die neue Veröffentlichung der in Berlin und Los Angeles lebenden Artist PHEA ist ein direkter Einblick in ihre Verletzlichkeit. Die Single basiert auf einer Sprachnotiz, die sie während eines Krankenhausaufenthalts aufgenommen hat, in der sie über Isolation, Krankheit und Hoffnung spricht.
Zwischen sphärischen Synths, flirrenden Beats und Spoken Word-Elementen wirkt ihre Stimme zerbrechlich – aber nie ohnmächtig. Stattdessen schwingt ein trotziges „Ich bin noch da!“ mit, das sich durch den Track zieht. Es geht nicht um große Gesten, sondern um leise Stärke.
Sound zwischen Fragilität und Kontrolle
PHEA bewegt sich stilistisch zwischen akustischer Intimität und elektronischer Kühle. Wer mit Oklou oder London Grammar vertraut ist, wird sich klanglich schnell zurechtfinden – doch „Ride Or Die“ geht noch einen Schritt weiter: Die Spoken-Word-Bridge ist ein unbearbeiteter Audioschnipsel, kein Studio-Take, sondern echte Realität.
Dieser Kontrast zwischen musikalischer Kontrolle und emotionaler Offenheit erzeugt eine fast körperliche Spannung. Der Song ist Teil der kommenden EP „Flowers on Caskets – Teaching a Cyborg How to Bury People“, die am 22. August 2025 erscheint – ein Titel, der bereits erahnen lässt, dass es hier nicht um Pop-Ästhetik, sondern um existenzielle Themen geht.
Überleben, nicht als Pose, sondern als Realität
PHEA hat kein Interesse daran, Heldinnengeschichten zu erzählen. Stattdessen konfrontiert sie Hörer*innen mit ihren tatsächlichen Erfahrungen: eine Reanimation mit zehn, eine Herz-OP, das Leben mit Defibrillator. In der Öffentlichkeit wurde sie oft auf das „Du hast doch überlebt, sei doch froh“ reduziert – in ihrer Musik verarbeitet sie, was diese Sätze verschweigen.
Ihre neue Single ist ein Versuch, Kontrolle über die eigene Erzählung zu gewinnen – nicht durch Mitleid, sondern durch ungeschönte Ehrlichkeit. Wer „Ride Or Die“ hört, hört nicht nur einen Song, sondern auch eine Haltung: Es ist okay, nicht okay zu sein.
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