LEILA veröffentlicht Debütalbum „20 SOMETHING IS A F*CKING STRANGE PLACE“
Wenn alle deine Freund*innen plötzlich Häuser kaufen und du noch nicht mal weißt, ob du morgen das Leben richtig buchstabiert bekommst, stimmt etwas nicht mit der Welt. Oder? Vielleicht ist auch einfach alles genau so, wie es sein soll, und die wirkliche Verwirrung beginnt, wenn man anfängt zu vergleichen.
LEILA veröffentlicht heute ihr Debütalbum „20 SOMETHING IS A F*CKING STRANGE PLACE“ zusammen mit der Fokussingle „Twenty Something“ bei Grönland Records. Die Schweizer Musikerin hält auf dreizehn Songs fest, was es heißt, wenn in den Zwanzigern das ganze Leben in Bewegung bleibt, ohne jemals wirklich anzukommen.
Was auf diesem Album passiert
Die LEILA aus Bern, Sarajevo und New York schreibt nicht darüber, wie man erwachsen wird, sondern darüber, dass man es nicht wirklich tut. „Twenty Something“ fängt das Gefühl ein, wenn Freund*innen Kinder bekommen, während man selbst noch billigen Wein trinkt und sich fragt, wo man eigentlich hingehört.
Die Musik ist ehrlicher Pop, dem nie die Kanten fehlen, angereichert mit Punk-Energie und der Unruhe jener Menschen, die sich nicht festlegen wollen. Das Label ist Grönland Records, Herbert Grönemeyers Zuhause für Künstler*innen mit internationalem Anspruch, die frühere Single „Gun To My Head“ verschaffte der heute 25-Jährigen Zugang zu einer Reichweite, die eigentlich nicht geplant war.
Aktuell sind keine Konzerte eingetragen.
Tauben, die niemandem gehören
Über dem Album kreist das Leitmotiv der Taube. Auf dem Cover, im Sound, in jedem Track eine Anspielung auf diesen Vogel, der überall ist und nirgendwo bleibt. Genau wie LEILA selbst, die zwischen drei Städten pendelt und dort drei Versionen von sich findet.
Was in ihrem Song „abused“ noch persönlich und verletzlich war, wird auf „20 SOMETHING IS A F*CKING STRANGE PLACE“ zu einem größeren Gefühl ausgeweitet. Die Zwanziger sind kein Ort, an dem Antworten warten, sondern einer, an dem man lernt, mit der Unordnung zurechtzukommen und sich trotzdem nicht zu verstecken. Und wer die eigene Unsicherheit mit Punk-Energie verteidigt, hat am Ende vielleicht doch alles richtig gemacht.

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