Dream Boat heißt das neue Projekt von Patrick Hetherington und Jules Crommelin aus Parcels, und „Real!“ ist seit dem 21. Oktober die erste Single des Duos. Der Song erscheint bei Because Music. Produziert und gemischt haben die beiden ihn selbst.

Anzeige*

Natürlich zieht erst mal der Name Parcels. Spannender finde ich, wer hier was spielt: Jules sitzt am Schlagzeug, Pat übernimmt den Bass, obwohl die beiden bei Parcels sonst für Gitarre und Keys stehen. Zum Release gibt es ein Musikvideo von Regisseurin Kaylinn Duffy. Darin sind eine choreografierte Tanzcrew, eine ganze Familie und eine schwangere Frau zu sehen.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Basketball, Highway und Samples aus dem Schlafzimmer

Der Song läuft sonnig und rhythmusgetrieben, mit klaren Gitarrenmelodien und warmen Gesangsharmonien, bei denen man an die Beach Boys denken muss. Darunter liegen Samples aus anderen Zeiten und Orten, dazu Aufnahmen aus Pats Schlafzimmer und aus Studios in Los Angeles, Paris und Sydney. Klingt für mich eher nach Collage als nach glatter Studioproduktion.

Im Text stolpert ein Ich durch einen Alltag, in dem es hinterm Steuer aus einem Traum aufwacht, alle Leute einen Deal wollen und jemand im Kopfstand Wonderwall spielt. Meine Lieblingszeile ist die unscheinbarste: „Trying to find the net with a basketball“. Die passt perfekt, denn der Text hat erst bei Spaziergängen und auf dem Basketballplatz seine Form gefunden, und das meditative Werfen auf den Korb verbindet Pat mit dem Gefühl hinter dem Song.

Anzeige*

Ein Song mit Fortsetzung

„Es geht um das echte Leben, das mit all seinen Farben und Informationen auf einen zurast“, sagt Patrick Hetherington. Am Ende fällt aber trotzdem alles zurück in einen Traum, kurz bevor man ganz aufwacht. Man könnte den Refrain, in dem zwei auf den Highway fahren und vielleicht nie mehr umdrehen, auch als kleines Fluchtversprechen lesen, raus aus dem gewohnten Bandalltag.

Und damit schließt sich der Kreis zum Rollentausch: Wer Bass und Schlagzeug selbst einspielt, legt genau den hypnotischen Puls, über dem die Harmonien dann treiben können. Fertig ist die Geschichte noch nicht, denn ein zweiter Teil von „Real!“ soll später erscheinen, und weitere Musik von Dream Boat ist auch schon angekündigt. Jetzt mal ehrlich: Seht ihr Jules lieber hinterm Drumkit oder soll er bitte schnell wieder zur Gitarre greifen?

MEHR INFOS

Streaming
Artist-Page

Du möchtest weitere Beiträge zu Neuveröffentlichungen, Events und Musik-News lesen? Hier kannst du weiterstöbern.


Neustes Video

Künstler*innen: