Moonkid ☾ veröffentlicht Debütalbum „Geschichten vom Mond“

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Heute erscheint „Geschichten vom Mond“, das Debütalbum von Moonkid ☾ beim Label Missglückte Welt über Warner Music. Nach einem geplatzten Major-Deal im Jahr 2024, dem Ende einer langen Beziehung und dem emotionalen Tiefpunkt traf Moonkid ☾ Ende 2025 in einer Hamburger Bar auf Swiss, der ihm wenig später einen Vertrag bei seinem Label anbot.

Was auf „Geschichten vom Mond“ folgt, ist kein klassischer Neuanfang, sondern ein 15-Track-Protokoll aller unsortierten Gefechte der vergangenen Jahre. Beziehungen, Selbstzweifel, Rausch, psychische Abgründe, Einsamkeit und die Suche nach Zugehörigkeit ziehen sich durch die Platte. Das Album verhandelt Themen wie Mischkonsum, nicht erwiderte Liebe, Selbstmordgedanken oder niederschmetternde Kater-Sonntage in einem Sound, der sich zwischen Emo-Trap und Nu-Metal bewegt.

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Zwischen Lil Peep und Rage Against the Machine

Der Einfluss von Acts wie Lil Peep, XXXTentacion oder Juice WRLD ist spürbar, ebenso wie die härtere Alternative- und Nu-Metal-Schule von System Of A Down oder Rage Against The Machine, die Moonkid ☾ zu einem eigenen, modernen Crossover-Sound verarbeitet. Ruppig-übersteuernde Gitarren, dreckige Grunge-Drums, Trap-Hi-Hats und 808s wechseln sich ab, dazwischen blitzen Anklänge an Thirty Seconds to Mars, Tokio Hotel oder Billie Eilish auf.

Das Album wirkt wie eine Verneigung vor der Emo-Trap-Generation, ohne dabei zur bloßen Sammlung musikalischer Vorbilder zu verkommen. Feature-Gäste wie Anna Grey, Edo Saiya, Swiss & Die Andern und Thalis erweitern das Klangbild, ohne Moonkid ☾ auf seinem eigenen Debüt die Aufmerksamkeit zu nehmen. Der rau-klagende Schreigesang und die bewusst überfordernde Vielseitigkeit machen deutlich, dass der 26-jährige Wahlhamburger kein Interesse an sauberen Auflösungen oder aufgeräumten Narrativen hat.

Keine Antwort, nur Geschichten

Vielleicht ist die missglückte Welt gar nicht das Problem, sondern die einzige ehrliche Kulisse für ein Album wie dieses. Gerade weil dabei nicht versucht wird, alles sauber aufzulösen, fühlt sich „Geschichten vom Mond“ glaubwürdig an. Moonkid ☾ liefert keine Lösungen, sondern erzählt Geschichten von jemandem, der in den Extremen zuhause ist und darin seinen eigenen chaotischen Kosmos geschaffen hat.

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Ein Album kann keine Antwort auf eine missglückte Welt sein, aber es kann die einzige ehrliche Sprache für all jene bleiben, die darin keinen Platz finden. Für seine Community ist Moonkid ☾ genau das geworden: kein perfekter Ausweg, sondern ein Saferspace.

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