REDD. veröffentlicht „better“ und kündigt Mixtape „heaven’s here“ an
Was passiert, wenn eine Party-Hymne zur Krisenverarbeitung wird und der Pub zum letzten sicheren Ort? Der aus Naarm/Melbourne-Artist REDD. nahm „better“ Ende 2025 als Party-Track auf, doch die Sessions mit dem gefeierten Produzenten Dan Carey in London verliehen dem Song eine ganz andere Schwere. Ursprünglich als eskapistischer Feiersong gedacht, verwandelte sich „better“ in eine Beichte über Selbstzerstörung, flüchtige Freiheit und den verzweifelten Versuch, die Realität wenigstens für eine Nacht hinter sich zu lassen.
REDD. veröffentlichte gestern am 18. August 2026 die neue Single „better“ und kündigt gleichzeitig das neue Projekt „heaven’s here“ an, das am 20. November via Island Records Australia erscheint. Der Song dreht sich um die Hook „If you like me now, I’m better when I’m fcked up“*, eine Zeile, die den rücksichtslosen Optimismus, die Selbstzerstörung und die flüchtige Freiheit später Nächte in den frühen Zwanzigern auf den Punkt bringt.
Eskapismus als Überlebensstrategie
Auf „heaven’s here“ treffen Punk, Rap und Electro auf persönliches Songwriting, während das Projekt Themen wie Gender, Sexualität, Trauer, Liebe, Eskapismus und Coming-of-Age verhandelt. REDD. erklärt: „I was dealing with a lot personally, and the pub became this strange place of comfort and escape. ‚Better‘ is about that feeling of wanting to outrun reality, even if only for a night.“ Ein berauschender Rush aus Fuzz-Gitarren, verschwommener Wahrnehmung und übergroßen Gefühlen prägt die Produktion, die unter Careys Händen eine ungeschönte Intensität entwickelt hat.
Das Projekt dokumentiert eine Phase der Experimentierfreude und Selbstsuche für REDD., die sich jedoch als deutlich schwerer entpuppte als ursprünglich beabsichtigt. Was als euphorisches Partyprojekt beginnen sollte, wurde zur Auseinandersetzung mit inneren Brüchen und der Frage, wie man sich selbst wieder zusammensetzt, wenn alles auseinanderfällt.
Von Melbourne nach Europa
Nach jüngsten Shows in Melbourne und Sydney geht REDD. nun auf Europatour mit Headline-Shows, Festivalauftritten bei Great September, Reeperbahn und Obstwiesenfestival sowie ausgewählten Support-Dates für South Summit. „better“ ist die Antwort auf die Frage, wie es sich anfühlt, wenn der einzige Ort, an dem du noch funktionierst, die Bar ist. REDD. offenbart mit „heaven’s here“, dass das Paradies manchmal nur ein temporäres Exil ist, in dem man sich verliert, um sich wiederzufinden.
Ein Mixtape über die dunklen Seiten des Erwachsenwerdens, wenn Selbstfindung und Selbstzerstörung gefährlich nah beieinander liegen. Gibt es Momente in eurem Leben, in denen ihr euch nur noch durch Eskapismus selbst ertragt?
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