„1jahr“: elimako erzählt in sieben Songs von Stillstand und Veränderung

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elimako hat am 26. September ihre neue EP „1jahr“ veröffentlicht – ein Projekt, das tiefer geht als bloße Songs. Die sieben Tracks der 24-jährigen Musikerin erzählen ein Jahr voller Höhen und Tiefen, irgendwo zwischen Studium, Bühne und Studio.

Dabei bleibt nichts an der Oberfläche: „1jahr“ ist geprägt von Momenten, in denen alles zu viel wird, aber auch von dem Willen, immer wieder weiterzumachen. Schon die ersten Töne vermitteln eine Nähe, die durch ihre warme Stimme entsteht – doch was elimako erzählt, trifft oft unvermittelt ins Herz. Ein Jahr nach ihrer Debüt-EP zeigt sie sich damit noch kompromissloser und persönlicher.

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Zwischen Zusammenbruch und Aufbruch

Die EP ist eine Chronik von Zerreißproben. elimako beschreibt, wie sie akademischen Druck und Musikbranche jongliert, während körperliche Warnsignale immer lauter wurden. Irgendwann zwingt der Körper zum Stillstand – ein Punkt, den die EP musikalisch wie textlich festhält. Songs wie „wasserfarben“ spiegeln diese Spannung wider: ein schleichendes Unbehagen, das sich zu einer direkten Konfrontation steigert.

In Zeilen wie „du denkst konvex spiegel aus deinem mund, du bist egozentrisch ungesund“ konfrontiert sie sich selbst und andere mit einer Schonungslosigkeit, die kaum Distanz zulässt. „1jahr“ ist damit kein loses Songpaket, sondern ein Kreislauf, in dem Motive, Melodien und Textfragmente immer wieder aufeinander treffen – wie ein Tagebuch, das man mehrfach liest und immer neu versteht.

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Verletzlichkeit als Stärke

Trotz der Härte vieler Texte geht es auf „1jahr“ nicht nur um Schmerz. Die EP erzählt auch von der Kraft, die aus Verletzlichkeit entstehen kann. Jeder Durchlauf wirkt anders, weil Erfahrungen und Reflexionen hinzukommen. Titel wie „heimweh“ oder „ariadne“ fügen der Geschichte weitere Facetten hinzu: Sehnsucht, Zweifel, aber auch neue Perspektiven.

Immer wieder taucht ein innerer Dialog auf – fast wie ein Mantra –, das sie sich selbst zuruft, auch wenn die Protagonistin es nicht hören will. Am Ende steht ein Gefühl von Bewegung: „und ich bin und ich mags, alles wächst um ein Jahr“. Das ist vielleicht die wichtigste Botschaft der EP – dass Fortschritt nicht linear ist, sondern in kleinen, ehrlichen Schritten geschieht.

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