TM veröffentlicht „Chanel (Remix)“ mit Endzone-Beats

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TM bringt mit „Chanel (Remix)“ einen Song raus, der seinen Sound aus Kreuzberg direkt in die Streaming-Playlists trägt. Entstanden ist der Track wie viele seiner Songs gemeinsam mit Produzent Endzone, der für kompromisslose Trap-Beats bekannt ist. TM verbindet in seinen Texten persönliche Eindrücke mit einem kritischen Blick auf seine Heimatstadt.

Aufgewachsen im Berliner Bezirk Kreuzberg, hat er die Veränderungen der letzten Jahre hautnah miterlebt – von einer rauen Nachbarschaft bis hin zur schleichenden Gentrifizierung. „Chanel (Remix)“ greift diese Spannungen nicht direkt auf, bleibt aber in der Atmosphäre von Nacht, Einsamkeit und Beziehungen, die zwischen Nähe und Bruch schwanken. Gerade diese Mischung aus Straßen-Realität und emotionaler Offenheit macht den Song relevant für junge Hörer*innen, die sich in ähnlichen Gefühlen wiederfinden.

Texte zwischen Härte und Verletzlichkeit

Inhaltlich bewegt sich „Chanel (Remix)“ auf der Grenze von Coolness und Verletzlichkeit. Die Lyrics kreisen um eine Beziehung, die von Unsicherheit und Materialität geprägt ist: „Shawty hat Chanel an ihrem Hals dran / 3 Uhr Nacht, sie ruft mich an, denn sie ist einsam.“ Zwischen teuren Birkin-Bags, Ringkäufen und zerfallenden Gefühlen entsteht ein Bild, das so widersprüchlich ist wie viele nächtliche Gespräche, wenn alles gleichzeitig wichtig und bedeutungslos wirkt.

TM zeigt sich dabei nicht als unantastbarer Erzähler, sondern als jemand, der selbst kein klares Bild hat: „Ich hab kein Plan, ey.“ Diese Offenheit passt in eine Zeit, in der Rap nicht nur Stärke ausstrahlt, sondern auch Platz für Zweifel lässt. Dass Endzone die passende musikalische Basis liefert – schwere Bässe, reduzierte Drums, verhallte Synths – sorgt dafür, dass der Text nicht im Leeren bleibt, sondern sich organisch in den Sound einfügt.

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Warum „Chanel (Remix)“ gerade jetzt wichtig ist

Mit „Chanel (Remix)“ setzt TM einen weiteren Schritt nach Songs wie „61 Grad“ oder „4 Schritte“, die ihn weit über den Berliner Untergrund hinausgebracht haben. Während viele Rap-Songs aktuell auf schnelle Hits aus sind, wirkt TMs Ansatz ehrlicher: Er erzählt aus einer persönlichen Perspektive, die direkt an seine Umgebung gebunden ist. Das macht den Track nicht nur zu einem neuen Baustein seiner Karriere, sondern auch zu einem Spiegel seiner Generation – geprägt von Großstadtnächten, widersprüchlichen Gefühlen und einer klaren Haltung zu Herkunft und Veränderung.

Am 14. November spielt TM sein Heimspiel-Konzert im Berliner Fluxbau – eine seltene Gelegenheit, den Artist in intimer Club-Atmosphäre live zu erleben.

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