Jason Dungan geht mit „The Animal“ neue Wege als Blue Lake

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Jason Dungan alias Blue Lake kündigt für den 3. Oktober sein bislang persönlichstes Album an. Mit „The Animal“ geht das Projekt einen deutlichen Schritt in Richtung Ensemble-Arbeit: Zum ersten Mal hat der in Kopenhagen lebende US-Komponist gemeinsam mit einer vollständigen Band aufgenommen.

Die Produktion übernahm Aske Zidore, gemischt wurde das Ganze von Jeff Zeigler, der unter anderem für The War on Drugs arbeitet. Die erste Single „Cut Paper“ deutet bereits an, in welche Richtung das geht – fließend, intuitiv, improvisiert. Blue Lake bleibt dabei irgendwo zwischen Americana, Ambient und Kammerfolk, doch diesmal mit deutlich kollektiverem Spirit.

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Improvisation trifft Ensemble-Dynamik

Der Sound von Blue Lake wird auf „The Animal“ bewusster denn je als Gruppenergebnis gedacht. Die Stücke, insgesamt zehn an der Zahl, bewegen sich zwischen intimen Momenten und spannungsgeladenen Ensemble-Passagen. Jason Dungan beschreibt die Zusammenarbeit als Reibungspunkt verschiedener musikalischer Prägungen – Jazz trifft auf klassische Einflüsse, amerikanische Gitarrentradition auf europäische Formen.

„Statt uns innerhalb eines bestimmten Genres zu bewegen, entwickeln wir wirklich unseren eigenen Sound“, sagt er selbst über den Entstehungsprozess. Der Fokus liegt nicht mehr nur auf introspektiven Arrangements, sondern auf kollektiver Kommunikation innerhalb der Musik.

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Von Waldhütte zu Proberaum

Nach früheren Veröffentlichungen wie „Sun Arcs“ oder dem Minialbum „Weft“ zeigt „The Animal“ eine neue Phase im Schaffen von Blue Lake. Während Dungan in der Vergangenheit oft in Rückzugsorten wie schwedischen Waldhütten komponierte, war der aktuelle Aufnahmeprozess geprägt von intensiven Proben und Live-Erfahrung.

Thematisch kreist das Album um die Verbindung von Mensch und Tier, Stadt und Natur – ein Motiv, das sich durch die gesamte Produktion zieht. Der Bandname selbst, inspiriert vom Don-Cherry-Livealbum, bleibt Programm: offen, kollektiv, akustisch aufgeladen. Mit dem neuen Release etabliert sich Blue Lake weiter als eine der spannendsten Stimmen zwischen improvisierter Musik und kontemporärer Kammerästhetik.

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