GRENZKONTROLLE kündigen PIRATEN EP an – „NEUMARKT“ als erste Single

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Widerstand klingt nach Post-Punk. Die Kölner Band GRENZKONTROLLE verarbeitet in ihrer neuen Single „NEUMARKT“ urbane Alltagsbeobachtungen zu einem drängenden Statement über Veränderung und Verdrängung. Zugleich ist der Track die erste Ansage für die kommende EP PIRATEN, die am 29. Mai über Bodenlos Records erscheint – auf Vinyl und digital.

Die Frage „Wohin mit meinem Frust“ wird zur treibenden Kraft eines Projekts, das sich nicht nur mit persönlicher Erfahrung, sondern auch mit gesellschaftlichen Entwicklungen auseinandersetzt. Im Zentrum steht der Kölner Neumarkt, ein Verkehrsknotenpunkt, den Sänger Don L. Gaspár Ali seit seiner Schulzeit kennt. „Früher hatte ich das Gefühl, die Menschen dort sind einfach älter – heute wirkt es, als würden sie immer jünger werden“, beschreibt er seine Beobachtung. Das dazugehörige Video von Felix Aaron zeigt die Band genau dort, verwickelt in absurde Szenarien, die den Abgesang auf einen Ort spürbar machen.

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Historische Referenz trifft auf Gegenwart

Der Titel PIRATEN ist eine direkte Referenz an die Edelweißpiraten, eine Kölner Widerstandsgruppe während der NS-Zeit, die sich aktiv gegen das Regime stellte und dafür hingerichtet wurde. GRENZKONTROLLE übersetzt diese historische Haltung in einen gegenwärtigen Kontext und verbindet persönliche Perspektiven mit kollektiver Erinnerung.

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Musikalisch bewegt sich das Quartett zwischen rohem Post-Punk und funkigen Elementen, reduziert auf das Wesentliche, aber nicht ohne Dringlichkeit. Die Band versteht sich dabei als politische und kulturelle Collage, die nicht nur beschreibt, sondern auch zur Haltung auffordert.

Kunst als Handlung

Roza Rot (Schlagzeug), Kodia Funk (Gitarre), Schuttland (Bass) und Don L. Gaspár Ali (Gesang) schaffen einen Sound, der den „Druck auf der Brust“ hörbar macht – und zur Handlung werden lässt. Es geht der Band nicht nur ums Zuhören, sondern um sichtbare Veränderung und kollektive Verantwortung.

PIRATEN ist keine nostalgische Erinnerung, sondern eine bewusste Fortsetzung dessen, was ihre erste EP EDELWEISS bereits andeutete. Die Frage bleibt offen: Wann wird aus Beobachtung Widerstand – und wann bleibt sie nur Frustration?


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