EMIL L’ARTISTE veröffentlicht neue Single „Häi“ auf Schwitzerdütsch
Kann man auf Schwitzerdütsch singen und damit echte Intimität schaffen, oder bleibt Dialekt im Pop immer nur folkloristische Nostalgie? EMIL L’ARTISTE hat am 24. Juli 2026 mit „Häi“ seine neue Single aus dem kommenden Debütalbum „F#cked Up Piece Of Art“ veröffentlicht, das am 20. November erscheinen wird.
Der in Hamburg lebende Musiker und Schauspieler ist nicht nur Multiinstrumentalist, sondern auch jemand, der in der Schweiz auf dem Land ohne Fernsehanschluss aufgewachsen ist und nun diese biografische Distanz in Klang übersetzt. So hat er seine Single angekündigt:
Künstlerische Notwendigkeit in der Sprache
Zu flirrendem Xylophon und einem entspannten Reggae-Rhythmus singt er diesen sehnsuchtsvollen Song auf Schwitzerdütsch. „Häi“ erzählt von flüchtigen Begegnungen, die Lebenswege nachhaltig verändern können: eine Zigarette schnorren, sich wirklich sehen, beieinander bleiben.
Kein narrativer Bogen, sondern eine assoziative Stimmung, die sich laut EMIL L’ARTISTE „eher wie ein Gebet“ anfühlt, durch das er nach Hause zu sich selbst findet. Die Wahl der Sprache ist dabei kein Zufall, sondern künstlerische Notwendigkeit.
Zurück zur Muttersprache
Die englische Version funktionierte nicht wie sie sollte. Erst in seiner Kindheitssprache hat sich der Text organisch und träumerisch ausgebreitet, wie EMIL L’ARTISTE selbst erklärt. Was nach außen wie eine Rückkehr zu den Wurzeln aussieht, ist im Kern ein Experiment mit Verletzlichkeit und sprachlicher Identität im Popformat.
Neben dem Album wird es auch einen Live-Auftritt am 29. Oktober 2026 in Hamburg im Fabrique/Gängeviertel geben. Alles Live-Dates findet ihr hier. Bleibt die Frage: Ist Dialekt im Pop ein Weg nach innen oder doch nur eine Geste? Kann ein Song in der eigenen Muttersprache ehrlicher sein als einer auf Englisch?

Neustes Video
moé redet über Therapie, Fürsorge und sein Debütalbum „Geschichten die wir niemandem erzählen“. Wie aus persönlichen Erfahrungen Songs werden und warum manche Geschichten erzählt werden müssen, gibt’s jetzt auf YouTube.









