Fettes Brot veröffentlichen ihr finales Live-Album „Brotstock“ – die letzte Show auf der Welt
Heute ist es soweit: Fettes Brot veröffentlichen mit „Brotstock“ ihr finales Live-Album. Die Aufnahme dokumentiert die legendäre Abschiedsshow der Hamburger Hip-Hop-Institution, bei der sich im September 2023 fast 60.000 Besucher*innen an zwei Tagen von Boris Lauterbach, Björn Warns und Martin Vandreier verabschiedeten. Nach fast 30 Jahren Bandgeschichte ist dies das letzte große Statement der drei Musiker.
Das Album spannt einen Bogen über nahezu drei Jahrzehnte und versammelt die wichtigsten Songs der Band in Live-Versionen, die durch die Energie von Zehntausenden mitsingenden Fans eine völlig neue Dimension bekommen. Mit dabei sind Gäste wie Pascal Finkenauer, Gaze, Der Tobi & Das Bo, Eißfeldt und Meute, die den Tracks zusätzliche Facetten verleihen. Der begleitende Film macht die Intensität dieser Abschiedstage erlebbar und zeigt, warum Fettes Brot zu den prägendsten deutschen Hip-Hop-Acts gehören. Wer die Aufnahmen hört und die Bilder sieht, erlebt laut der Band selbst einen Mix aus Lachen, Schluchzen, Tanzen und intensiven Erinnerungen – ein „Happysad“-Gefühl, wie Boris, Björn und Martin es nennen.
Abschied mit Gänsehaut-Momenten
Besonders eindrücklich zeigt sich die emotionale Wucht auf Tracks wie „An Tagen wie diesen“ mit Pascal Finkenauer, das zur internen Nummer 1 der Band avancierte. Der Song, der ursprünglich vor knapp 20 Jahren erschien und den Mangel an menschlichem Mitgefühl gegenüber weltweiten Katastrophen thematisiert, erreicht in der Live-Version mit Tausenden Stimmen eine gospelhafte Intensität. Das bei Falco entliehene Riff und Finkenauers dramatischer Refrain-Gesang entfalten vor dieser Kulisse ihre volle Wirkung. Die Band empfiehlt übrigens, auch das damalige Musikvideo und den legendären Viva-Cometen-Auftritt nachzuholen – vier Minuten Musikfernsehen, die in ihrer Drastik bis heute beeindrucken.
Ende 2022 gingen die Einladungen für das Brotstock-Wochenende raus, der Name war schnell gefunden: Stockbrot am Lagerfeuer mit Freund*innen, nur eben als Festival. Was folgte, waren zwei Tage, die für viele Besucher*innen als „bester Tag im Leben“ in Erinnerung bleiben – inklusive nächtlicher Autoscooter-Runden auf dem extra geöffneten Rummelplatz nebenan.
Mehr als nur ein Live-Album
„Brotstock“ ist keine gewöhnliche Konzertaufzeichnung, sondern ein Abschiedsbrief in Albumform. Die Männer haben hier ihre finale Platte geschaffen – mit Material, das die gesamte Bandgeschichte umfasst und zeigt, warum Fettes Brot als „Mutter aller Partybands“ gelten. Der dazugehörige Film ergänzt die musikalische Dokumentation um visuelle Eindrücke jener Septembertage, an denen sich eine ganze Generation von ihrer Band verabschiedete. Die Band selbst schreibt dazu: „Dreht das Ding laut, mit Fenster weit auf, dann sind wir für 2 volle Stunden gar nicht so weit weg.“
Wer „Brotstock“ hört und sieht, erlebt das Ende einer Ära – aber auch die Bestätigung, warum diese drei Hamburger über Jahrzehnte hinweg so viele Menschen erreichen konnten. Es ist ein würdiger Abschluss, der die Energie, den Humor und die musikalische Vielfalt von Fettes Brot ein letztes Mal einfängt. Tschüssikowski hardcore.
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