NESTA im Interview über ihre EP „girl meets world“

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NESTA ist 23 Jahre alt, kommt aus Norwegen und wurde in Litauen geboren. In ihrer Musik verbindet sie emotionales Songwriting mit modernem Girly-Pop und schreibt dabei über Verletzlichkeit, Overthinking und große Gefühle.

Seit 2023 veröffentlicht sie ihre eigene Musik. Im Interview spricht NESTA mit uns über ihre EP „girl meets world“ und gewährt uns damit einen spannenden Einblick in ihre Gefühlswelt. Das folgende Interview wurde aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt.

Ich singe, solange ich denken kann und würde meine Musik als ehrlichen Pop beschreiben. Ich liebe es, über Emotionen, Erfahrungen und Dinge zu schreiben, die mich wirklich etwas fühlen lassen. Ehrlich und verletzlich in meiner Musik zu sein, ist mir sehr wichtig.

BANDUP: Du bist mit „Hannah Montana“ aufgewachsen und hast Miley Cyrus bewundert, aber erinnerst du dich an den Moment, in dem Musik aufgehört hat, sich wie Fantasie anzufühlen und begonnen hat, etwas zu sein, das du selbst machen kannst?

NESTA: Ehrlich gesagt habe ich lange nicht gedacht, dass das Realität werden kann. Für lange Zeit war es nur ein Traum. Nach der Schule, mit 18, habe ich an einer Musikschule namens LIMPI angefangen, und dort hat eigentlich alles begonnen.

Dort habe ich auch meine Lieblings-Songwriterin und jetzt eine meiner besten Freundinnen, Lotte, kennengelernt. Sie hat von Anfang an an mich geglaubt und mir viel Selbstvertrauen gegeben. Sie hat mir das Gefühl gegeben, dass ich Musik vielleicht wirklich machen kann

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Musik, die Menschen wirklich erreicht

BANDUP: Deine Musik verbindet emotionale Verletzlichkeit mit modernem Pop-Sound, ähnlich wie bei Sabrina Carpenter oder Tate McRae. Nimmst du dir bewusst Inspiration aus dieser Pop-Welt? Und wenn ja, was inspiriert dich am meisten – Songwriting, Visuals, Performance oder der Aufbau einer künstlerischen Welt?

NESTA: Ich bin mit viel Disney-Musik und 2000er-Pop aufgewachsen, Künstlerinnen wie Sabrina Carpenter, die ich sehr bewundert habe. Ich bin auch stark inspiriert von Tate McRae, Miley Cyrus, Olivia Rodrigo, Selena Gomez, Demi Lovato, Mimi Webb und Gracie Abrams, all diese unglaublichen Frauen im Pop.

Am meisten inspiriert mich, wie echt sie bleiben. Man hört, dass ihre Texte aus etwas Persönlichem kommen, und genau diese Ehrlichkeit lässt Menschen so stark connecten. Das ist auch meine größte Inspiration: Musik zu machen, die echt ist und Menschen wirklich erreicht.

BANDUP: Früher war dein Wohnzimmer dein Safe Space zum Singen. Wie hat sich dieses Bedürfnis nach einem „sicheren Raum“ heute in deinem Musikprozess verändert?

NESTA: Ja, das hat sich definitiv verändert, besonders seit ich von zuhause ausgezogen bin. Mein Safe Space ist heute das Studio und der gesamte Prozess, Musik zu machen. Dort fühle ich mich am wohlsten und am freiesten, mich auszudrücken.

Ein Song für Julie, Ihre beste Freundin

BANDUP: Du hast am 1. Mai deine neue Single„Right There With You“ veröffentlicht. Der Song ist deiner besten Freundin Julie gewidmet. Worum geht es im Song und wie hat sie reagiert?

NESTA: Ich habe „Right There With You“ am Tag nach Julies Entscheidung geschrieben auszuziehen, und ehrlich gesagt war das einer der schwierigsten Momente für mich. Wir sind wie Schwestern, und auch wenn wir wussten, dass sich zwischen uns nichts ändern wird, fällt mir Veränderung generell sehr schwer.

Ich wollte eigentlich fast die Studiosession absagen, weil ich so emotional war haha. Es war auch mein erstes Treffen mit dem Produzenten, also habe ich versucht, mich zusammenzureißen. Der Writer und Producer haben dann etwas sehr Trauriges in etwas Heilendes verwandelt. Während des Schreibens habe ich gemerkt, wie dankbar ich für unsere Freundschaft bin. Der Song ist meine Art, ihr zu danken.

Es war die erste Session, in der ich beim Schreiben fast geweint habe, wahrscheinlich ist der Song deshalb so nah an meinem Herzen. Und jedes Mal, wenn ich ihn höre, werde ich immer noch emotional haha. Als ich ihn Julie das erste Mal vorgespielt habe, haben wir zusammen auf dem Sofa gesessen und beide geweint.

BANDUP: Du hast gesagt, du wolltest die Session fast absagen, weil du nicht aufhören konntest zu weinen. Was macht eure Verbindung so besonders?

NESTA: Unsere Verbindung ist wie Familie. Julie ist meine beste Freundin, aber auch mein Safe Place und jemand, der in so vielen Phasen meines Lebens da war. Ich kenne sie seit der Schule, und sie bringt immer das Beste in mir hervor.

Wir haben drei Jahre zusammengewohnt, sie war also ein riesiger Teil meines Alltags. Sie war meine Sicherheit und mein Zuhause, deshalb war ihr Auszug so emotional. Was unsere Freundschaft besonders macht, ist, wie echt und mühelos sie ist. Wir können in jeder Stimmung einfach wir selbst sein.

Wenn das Gefühl die Richtung vorgibt

BANDUP: Deine EP heißt „girl meets world“. Was bedeutet dieses „Welt treffen“ ganz konkret für dich?

NESTA: „girl meets world“ bedeutet für mich, all diese Herausforderungen im Leben anzunehmen und gleichzeitig herauszufinden, wer man ist und sich selbst treu zu bleiben.

BANDUP: Welcher Song auf der EP hat sich von der ersten Demo bis zur finalen Version am meisten verändert?

NESTA: Ehrlich gesagt sind alle Songs ziemlich nah an ihren Demos geblieben. Die Emotion war in dem Moment schon so klar, dass sich Veränderungen nicht richtig angefühlt hätten. Ich bin außerdem ein Overthinker, also musste ich mich oft stoppen, nicht zu viel daran herumzubasteln haha. Wenn ich einen Song nennen müsste, dann vielleicht „Sensitive“, der sich ein bisschen mehr verändert hat als die anderen.

Welt, Wurzeln und Vision

BANDUP: Wenn du gerade mit „girl meets world“ die Welt entdeckst, wie sieht diese Welt in den nächsten Jahren für dich aus?

NESTA: Für mich fühlt sich diese Welt sehr real und auf gute Weise unvorhersehbar an. Ich sehe mich viel im Studio, neue Leute treffen und meine Komfortzone verlassen. Ich stelle mir vor, mehr zu reisen, aufzutreten und eine pinke, girly, emotionale Pop-Welt aufzubauen, weich, aber gleichzeitig stark. Musik, die Menschen wirklich fühlen lässt.

BANDUP: Du hast gesagt, dass du dich in Norwegen litauisch fühlst und in Litauen norwegisch. Wie hat das dein Verständnis von „Zuhause“ geprägt?

NESTA: Mit dem Aufwachsen habe ich gemerkt, dass „Zuhause“ für mich etwas Emotionales, nichts Physisches ist. Zuhause sind für mich Familie und Freunde.

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BANDUP: Und zum Schluss: Welchen Song oder Artist würdest du unserer Community gerade empfehlen?

NESTA: Ich bin gerade obsessed mit „12 Steps“ von MAYCE – läuft nonstop!!

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