Attic Ocean veröffentlicht EP „I promise I’ll try everyday“
Ein Archiv persönlicher Versprechen. So könnte man beschreiben, was Attic Ocean mit ihrer neuen EP vorlegen. Die Düsseldorfer Shoegaze-Band hat am Freitag ihre dritte EP „I promise I’ll try everyday“ veröffentlicht und die Band wirkt darauf persönlicher und verletzlicher als zuvor.
Es scheint fast so, als würde der Nebel sich endlich lichten, um fünf Menschen zu zeigen, die nicht mehr nur Sound formen, sondern Verantwortung übernehmen wollen. Auffallend ist Hannis Stimme, welche zwischen den Instrumenten zu schweben scheint und wie ein Element unter vielen wirkt, nicht wie eines darüber. Die Message der EP ist:
Let this be a reminder to you, that even in the deepest darkness there will still be light – but you have to keep looking for it.
Was die fünf Tracks erzählen
Der Opener „Could it be you“ stellt eine Frage, die entweder zu spät oder gerade noch rechtzeitig kommt: „Now I realize / It should have been you.“ „Aurora“ entstand nach einem Verlust im Umfeld der Band. Für Sängerin Hanni wurde der Song zu einem Hoffnungsschimmer: „There is still goodness in the world. Just as the Northern Lights streak across the night sky, beauty can be found even in the deepest darkness.“
„Coastal“ steht vor einer Schwelle, die noch nicht überschritten wurde. Der Fokustrack „Love Spells“ handelt von Fürsorge, die an ihre Grenzen stößt: „Want you to be safe / But you keep being you.“ Hanni fragt: „Have you ever loved someone you couldn’t reach?“ Ein Satz, der Nähe und Distanz gleichzeitig verhandelt. Mehr über die Bedeutung von „Aurora“ und „Coastal“, warum die EP heißt, wie sie heißt und wie Songs überhaupt zustande kommen, erzählt die Band selbst in unserem Interview.
In der unveränderten Natur Japans
Sonnenstrahlen, die durch Baumkronen brechen, Holunderblüten, kaltes Wasser, das den Bach hinunterfließt. „Sun“ schließt die EP leise ab, wie eine Beschwörung zweiter Chancen. Das Musikvideo wurde in Japan von Regisseur Shige Kosuke, der bereits das „Lilies and Sea“-Video drehte, gedreht. Es porträtiert eine junge Frau, verliebt in die Natur, die zwischen Wäldern und Wiesen einen geliebten Menschen vermisst. Immer wieder richtet sie ihre Kamera auf ihre Umgebung, als suche sie nicht nur nach Motiven, sondern auch nach dem Licht selbst
.„You’ll come back another day“ wiederholt sich, bis es keine Hoffnung mehr ist, sondern Gewissheit. Später wiederholen sich die Szenen, nur ist die Hauptdarstellerin viel älter geworden. Die Natur blieb dabei unverändert und das Licht ein ständiger Begleiter. Visuell unterstreicht das Video die Botschaft der EP: Licht existiert, aber nur, wenn man aktiv danach sucht. Wenn das Licht da ist, wirst du es erkennen?

Gewinnspiel
BANDUP verlost auf Instagram zwei Vinyls von dem Album “Mother Of Pearl” von Freya Ridings.











