„Wir sind so schön verloren“: JAS kündigt Debütalbum an
Was, wenn wir alle längst wissen, dass etwas schiefläuft, aber trotzdem weitermachen, weil es bequemer ist? JAS stellt mit seiner neuen Single „Keine Sorgen“ genau diese unbequeme Frage und liefert dabei den Sound zu einer Generation, die zwischen Ohnmacht und Hedonismus feststeckt. Der Berliner Musiker singt von Fairtrade-Kaffee aus ausbeuterischen Lieferketten, von Zoos und Fast Fashion, von kleinen Kompromissen, die sich zu großen Widersprüchen summieren. Es ist keine Anklage, sondern ein bitterer Spiegel.
„Keine Sorgen“ ist die vierte Vorabsingle aus JAS‘ Debütalbum „Wir sind so schön verloren“, das am 23. Oktober 2026 erscheint. Mit dem Album will JAS kein Sprachrohr einer Generation sein, sondern ein Wimmelbild aus Emotionen zeichnen, das trotz allem Chaos seltsam stimmig wirkt.
Lächeln auf den Lippen, blutiges Gesicht
In den Lyrics singt JAS: „Liebe diese Welt, die für uns kein’n Sinn mehr macht / Glaube, es ist besser, wenn sie von uns Pause hat“, eine Zeile, die den Zynismus einer überforderten Generation auf den Punkt bringt. Es ist kein Aufruf zur Resignation, sondern die Bestandsaufnahme einer Haltung, die viele kennen, aber selten laut aussprechen.
Das Musikvideo visualisiert diese Emotionen und Haltung. Mit Kapuze auf dem Kopf und schwarzem Hoodie richtet JAS seinen Blick in die Kamera und lächelt, während immer mehr Blut über sein Gesicht fließt. Im Fernsehen wechseln sich Schwarz-Weiß-Bilder von Partys und Kriegsszenen ab, während die Bomben synchron zum Beat aus dem Flugzeug fallen.
Verloren sein kann auch schön sein – oder?
JAS löst seine anfängliche These nicht mit einer klaren Antwort auf, sondern mit einer Gegenfrage. Vielleicht ist das Verlorensein gar nicht das Problem, sondern die Weigerung, sich damit ehrlich auseinanderzusetzen. Das Album „Wir sind so schön verloren“ versteht sich als Momentaufnahme zwischen Zuversicht und Existenzangst, zwischen Neuanfang und Stillstand und genau darin liegt seine Stärke.
Im Herbst 2026 geht JAS mit der „So schön verloren“-Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz, unter anderem nach Berlin, Hamburg, Wien und Zürich. Fühlt ihr euch in dieser Zerrissenheit zwischen Wegschauen und Weitermachen eigentlich noch wohl oder nur noch verloren?

Neustes Video
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