Schlotte & laurin über „2002“ tape und ihre besondere Verbindung als Duo

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Schlotte und laurin sind ein Duo, das aus Zufall, Freundschaft und ganz viel Gefühl entstanden ist. Seit drei Jahren machen sie gemeinsam Musik, seit 2024 veröffentlichen sie ihre Songs. Mit ihrem ersten Tape „2002“ erzählen sie von Jugend, Verbundenheit und davon, wie Musik entstehen kann, wenn zwei Menschen wirklich auf einer Wellenlänge sind.

In diesem Interview sprechen sie mit uns über ihren kreativen Schreibprozess, die Bedeutung der „Kopffüssler“ und einen der prägendsten Momente ihrer Freundschaft. Außerdem verraten sie uns ein Easter-Egg welches ihr vermutlich bis dato noch nicht auf dem Schirm hattet!

Wir sind Schlotte und laurin und machen seit 3 Jahren gemeinsam Musik. Der  Zufall – oder das Schicksal – hat uns zusammengebracht, als wir in einer Session für einen anderen Artist als Producer und Writerin am Start waren. Wir haben uns direkt so gut verstanden, dass wir seit diesem Tag eigentlich jeden Tag miteinander verbringen.

Musik mit besonderer Verbindungen als Fundament

BANDUP: Wann war der Moment, in dem euch klar wurde: „Daraus muss unser gemeinsames Projekt werden“?

Schlotte & laurin: Wenn wir das Projekt und die Geschichte dahinter nicht direkt von Anfang an zu zweit erzählt hätten, wäre das Gesamtbild einfach unvollständig und würde den (für uns) besten Teil unserer Musik auslassen – unsere Freundschaft und das, was Musik auslösen kann, wenn sie durch besondere Verbindungen entsteht. Außerdem macht zu zweit alles viel mehr Bock als alleine.

    Karrierestart durch Ein virales TikTok

    BANDUP: Fast zwei Jahre habt ihr Songs geschrieben, bevor ihr mit eurer Debütsingle „Andy Warhol“ an die Öffentlichkeit gegangen seid. Wie schwer fiel euch dieser Schritt aus der Komfortzone heraus und was hat euch schließlich den Mut gegeben? 

    Schlotte & laurin: Ganz banal gesagt, war ein viral gegangenes TikTok Snippet der Anstoß tatsächlich, mit dem Veröffentlichen loszulegen und nach so einigen DMs von Leuten aus der Branche auch den Schritt in Richtung Musikindustrie zu gehen. Aber diese Welt hat wirklich gar nichts mit unserer Art, Musik zu machen, zu tun. Deshalb sind wir stetig dabei,  die Balance zu finden, die eigene Komfortzone zum Entstehen der Musik zu bewahren und sie gleichzeitig immer wieder für alles Neue, was wir in diesem Beruf entdecken und lernen dürfen, zu verlassen. Das ist manchmal schon eine echt große Verantwortung für zwei kleine Knirpse wie uns, aber wir ermutigen uns da sehr gut gegenseitig.

    Die Kopffüssler als Maskottchen

    BANDUP: Schaut man sich all eure Cover-Arts an, dann sticht ein Motiv besonders ins Auge: Der ”Kopffüssler”.  Was steckt hinter diesem Motiv und was symbolisiert es für euch in eurer gemeinsamen Kunst?

      Schlotte & laurin: Auch hier war wieder der Zufall am Werk, Schlotte hat die beiden Zeichnungen als Kleinkind gemalt und bei ihren Eltern in einem Karton gefunden. Laurin hat die beiden am Computer zusammengefügt und so schließlich den Anstoß zum Andy Warhol Cover gegeben. Wir fanden das Motiv so passend, dass wir die Kopffüssler in jedem der Single Cover eingebaut haben und sie quasi zu den Maskottchen des Tapes geworden sind.

        2002″: der Titel des Tapes

        BANDUP: Euer Debüt-Mixtape heißt „2002″ und erzählt vom Erwachsenwerden. Warum gerade dieses Jahr als Titel und welche persönliche Bedeutung steckt dahinter?

        Schlotte & laurin: Das Tape besteht vorwiegend aus unseren ältesten Songs und erzählt von unseren Anfängen, Musik zu machen. Darum war es naheliegend, ihm als Namen das Jahr, in dem wir beide geboren sind, zu geben. „2002“ ist irgendwo auch ein Lebensgefühl für uns, wie unsere Kindheit, sehr unbeschwert und frei.  

        Vom Uni-Klo ins Studio: So entstehen die Songs

        BANDUP: Laurin, du experimentierst mit Texturen und Beats und Schlotte, du schreibst die Texte – wie sieht eine typische Session bei euch aus? Gibt es Momente, wo die Rollen verschwimmen?

        Schlotte & laurin: „Typische“ Sessions gibt es bei uns eigentlich gar nicht, jeder Song entsteht anders und immer aus einer Situation im Alltag heraus. Irgendein konkretes Gefühl oder Thema löst was aus und dann hat einer von uns den Impuls, das musikalisch festzuhalten. Wenn laurin morgens nach dem Aufstehen direkt eine Melodie rüberschickt, fällt Schlotte ganz random in der UniBib auf dem Klo eine Hook ein. Und witzigerweise handeln die Lyrics dann oft auch davon, was laurin bei der Melodie empfunden hat, ohne dass wir auch nur ein Wort miteinander gewechselt haben. Also wir bringen beide unseren ganz eigenen Kopf mit in jeden Song, aber der kann nur entstehen, wenn es auch eine emotionale Schnittstelle gibt.

        Lebensmotto „Leben ist zu kurz“

        BANDUP: Bei dem Fokustrack „immer jung“ geht es um die Jugend der 2010er Jahre. Welche konkrete Erinnerung aus dieser Zeit hat den Song am meisten geprägt und was bedeutet euch das Lebensmotto „Leben ist zu kurz“?

            Schlotte & laurin: Wir beide haben uns ja leider erst in den 20ern kennengelernt, deshalb haben wir keine direkten gemeinsamen Erinnerungen unserer Jugend. Trotzdem gibt es viele Überschneidungen in unseren Erlebnissen und Erfahrungen aus der Zeit. Sei es in völliger Dunkelheit Hugo am Kanal saufen oder sich in der Schule fehl am Platz fühlen, „Lebensmotto Leben ist zu kurz“ steht dafür, all diese Momente auszukosten, nicht alles immer 100 mal zu überdenken und sich auch nicht von irgendwelchen Leuten in der Schule irgendwas einreden zu lassen – gilt heute nach wie vor. 

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            Diese Easter-Eggs kannten wir noch nicht

            BANDUP: Eure Visualiser stecken voller Easter-Eggs. Gibt es ein Detail in „2002″, das bisher noch niemand entdeckt hat und das ihr uns verraten könnt?

            Schlotte & laurin: Tatsächlich gab es bereits im ersten Musikvideo von „Andy Warhol“ ein größeres Easter-Egg: An der Wand in der Büro Szene hängen Notizzettel, von denen einige die Titel der Tracks vom Mixtape verraten. Ist auf dem Screen dann nicht so gut zu erkennen wie geplant – aber eigentlich ganz gut so, einige der Songs sind bis heute nicht veröffentlicht haha.

            „Unreleased“ 2025: Eine besondere Erinnerung als Duo

            BANDUP: Ihr arbeitet nun seit fast drei Jahren eng zusammen – gibt es einen Moment aus dieser Zeit, als Freunde oder im kreativen Prozess, der euch besonders verbindet und den ihr nie vergessen werdet?

            Schlotte & laurin: Bei unserem Auftritt bei „Unreleased“  im März 2025 gab es einen Moment, der sich bis heute ganz besonders für uns anfühlt. Schlotte war so doll aufgeregt, dass sie vor Übelkeit an die frische Luft musste. laurin stand bei ihr in der Kälte im Innenhof und zeigte auf den klaren Nachthimmel: „Hey, schau mal nach oben zu den ganzen Sternen. Für dich ist dieser Moment gerade so groß, aber jetzt stell dir vor, wie klein von da oben alles wirkt.“ Hätte legit eine Szene aus einem Film sein können!

            BANDUP: Zum Abschluss: Welchen Song würdet ihr heute gern unserer Community empfehlen?

            laurin: Chintamami von Céline Dessberg!

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            Schlotte: Santa Monica von Ayoni!

            BANDUP: Vielen Dank für die ganzen Einblicke und viel Erfolg für 2026!

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