A Purple Sky veröffentlichen Single „Manifest“ – wenn Hilfsbereitschaft zur Last wird
Wer hilft eigentlich denen, die ständig alle anderen retten wollen? Die female-fronted Modern-Metal-Band A Purple Sky stellt mit ihrer vierten Single „Manifest“ eine provokante These auf: Manchmal ist die größte Gefahr für eine Freundschaft nicht die Distanz, sondern die Weigerung, sich selbst zu reflektieren. Die Band zeichnet das Bild einer Person, die sich selbst zum Mittelpunkt der Welt erklärt, große Träume formuliert, aber nicht bereit ist, die Verantwortung dafür zu übernehmen.
Gestern am 10. Juli 2026 erschien „Manifest“, die letzte Single vor dem Konzeptalbum „Rise“, das im September 2026 folgt. Nach den dystopischen Welten von „Let Me Go“ und „Rise“ sowie der emotionalen Verlustgeschichte in „Sorry“ wechselt das Trio um Frontsängerin Marliina, Gitarrist Sebastian Laue und Bassist Dennis Winke nun in ein intimeres Terrain. Begleitet wird der Song von einem eigenen Visualizer.
Einseitige Freundschaft zwischen Metal-Riffs und Selbsttäuschung
Marliina und Dennis Winke teilen sich den Gesang, während Sebastian Laue mit einem markanten Gitarrensolo Akzente setzt. Der Sound bewegt sich im Modern-Metal-Spektrum und bleibt düster, ohne dabei die Klarheit zu verlieren.
Im Zentrum steht ein Charakter, der seine bloße Anwesenheit als Geschenk versteht und dabei komplett ausblendet, dass Träume allein keine Arbeit ersetzen. „You’re running the wrong way“, heißt es im Text, eine Zeile, die den Kern der Erzählung auf den Punkt bringt.
Crowdfunding statt Label-Deal
Parallel zur Veröffentlichung startet A Purple Sky ein Crowdfunding, um Promovideos für ihr Electronic Press Kit zu finanzieren. Als vollständig selbstfinanziertes Projekt setzt die Band auf die Unterstützung ihrer Community, um die Welt von „Rise“ auch visuell erlebbar zu machen. Die drei Musiker*innen bringen umfangreiche Erfahrung mit: Dennis Winke aus zahlreichen Band- und Coverprojekten, Sebastian Laue hat bereits zwei Solo-Instrumental-Alben veröffentlicht, Marliina kommt aus professioneller Gesangsausbildung und diversen Bandprojekten.
„Manifest“ ist mehr als ein weiterer Song. Es ist die letzte Station vor dem großen Album-Finale, eine Abrechnung mit der Idee, dass gute Absichten allein ausreichen, um anderen oder sich selbst zu helfen. Wie geht ihr mit Freundschaften um, in denen ihr mehr gebt, als zurückkommt?
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