Mika Noé im Interview: „Ich dachte, meine Fans gibt’s gar nicht“
Mika Noé hat mit seiner EP eine der persönlichsten Veröffentlichungen der jüngeren deutschsprachigen Indie-Pop-Szene abgeliefert – und im BANDUP-Gespräch erklärt er, warum. Was als Tagebuch in den Notizen seines Handys begann, wurde zu einer chronologischen Reise durch eine echte Beziehung: von den ersten Gefühlen der Verliebtheit über Unsicherheit und Schmerz bis hin zum langsamen Loslassen. Keine Fiktion, keine Ästhetik-Übung, sondern echtes Leben, das er einfach aufgeschrieben hat.
Im Video spricht Greta mit dem Berliner Künstler über genau diese Zeit. Wie er Songs schreibt – immer mit einem ehrlichen Satz als Ausgangspunkt, nie mit dem Kopf zuerst. Warum er überzeugt ist, dass Ehrlichkeit vor Sprachästhetik kommt. Und was es bedeutet, die eigene Musik einer Person zu schicken, über die man gerade eben diese Songs geschrieben hat.
Besonders berührend: Mika erzählt, wie er auf seiner ersten Tour gelernt hat, echte Verbindung zuzulassen, sowohl von den Menschen im Publikum, die mitsingen und weinen, als auch von seinem 94-jährigen Opa, der extra aus Konstanz nach Winterthur angereist ist und danach trocken kommentierte: „Das war gar nicht schlecht.“ Für Mika offenbar der größte Ritterschlag.
Der Künstler macht auch keinen Hehl daraus, dass er sich selbst lange schwergetan hat, Nähe und Unterstützung zuzulassen. Das Gefühl, einfach zu reichen ohne etwas leisten zu müssen. Genau darum geht es in „Frieden“, dem Song, der viral gegangen ist und inzwischen über 19 Millionen Streams zählt.
Das Gespräch ist ehrlich, warm und manchmal überraschend tiefgründig. Genauso wie die Musik von Mika Noé selbst.
NEWSLETTER
Einmal im Monat in deinem Postfach – mit Insights aus der Musikindustrie, der besten neuen Musik, anstehenden Konzerten in deiner Nähe und exklusiven Gewinnspielen.









