Paula Engels hat mit ihrem Debütalbum „Kommt von Herzen“ eine sehr persönliche Platte

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Paula Engels hat mit ihrem Debütalbum „Kommt von Herzen“ eine sehr persönliche Platte veröffentlicht, die Themen wie Erwachsenwerden, Freundschaften und toxische Beziehungen verarbeitet. Im Interview mit BANDUP erzählt die Düsseldorferin, wie schwer es war, das Album überhaupt fertigzustellen und welchen Stellenwert es für sie heute hat. Sie beschreibt, dass sich die erste Phase des Release für sie oft komisch und distanziert anfühlt, weil Zahlen und Reaktionen im Netz schnell das eigene Bild verzerren.

„Für mich wird es erst richtig real, wenn Leute auf Konzerten vor mir stehen und sagen: Der Song hat mich bewegt.“ Gleichzeitig sieht sie das Album schon als abgeschlossenes Kapitel, weil die Arbeit daran längst beendet ist. Stattdessen richtet sich ihr Blick auf die Frage, was als Nächstes kommt – und wie sie ihre Entwicklung musikalisch weiterführt.

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Ein Album zwischen Abschluss und Neubeginn

Ein zentraler Moment im Gespräch war der Song „Leere Hülle“. Engels beschreibt ihn als ihren persönlichsten und schwierigsten Track, der sich direkt mit der Geschichte ihres Vaters auseinandersetzt. Lange wusste sie nicht, ob sie ihn veröffentlichen soll – am Ende ließ sie ihren Vater selbst entscheiden. „Die erste Zeile ist ‚sehe die Tränen in den Augen von meinem Papa‘ – da ist sofort klar, worum es geht.“

Für die Sängerin war es wichtig, das Thema offen anzusprechen, auch wenn es sie Überwindung kostete. Diese Ehrlichkeit zieht sich durch das ganze Album: von verletzlichen Momenten bis hin zu Wut und Abgrenzung. Besonders im Song „Gift“ schafft sie einen Raum für Rachefantasien, die sie nicht auslebt, aber im Song verarbeitet. „Rache ist nie the way to go, aber trotzdem denkt man mal drüber nach.“ Hier zeigt sich auch, dass Musik für sie ein Ventil ist – um Gefühle auszudrücken, die im Alltag keinen Platz haben.

Zwischen verletzlich und wütend

Neben diesen persönlichen Einblicken geht es im Interview auch um gesellschaftliche Themen und die Rolle von Wut in ihrer Musik. Engels spricht über Female Rage, darüber, dass Wut gerade bei FLINTA-Personen oft als unangebracht gilt, und wie befreiend es für sie war, Songs wie „Mittelfinger an die Welt“ zu schreiben. Dabei sieht sie ihre Musik weniger als Antwortgeberin, sondern als offenes Feld für Fragen und Emotionen.

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„Ich glaube, es ist gelogen, dass man sich irgendwann findet“, sagt sie über die Selbstsuche, die sich durch viele ihrer Texte zieht. Am Ende blickt sie mit Vorfreude auf ihre erste eigene Tour, die sie mit einer fast ausschließlich weiblichen Band und Crew bestreitet. Statt Druck verspürt sie vor allem Neugier: auf das, was vor ihr liegt, und auf die Reaktionen des Publikums, das ihre Songs nun live hören wird.

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