„before/after“: Sofie Royer plant Album-Release & spielt in München, Berlin, Hamburg
Die österreichisch-iranische Popkünstlerin kündigt für den 4. September ihr viertes Album „before/after“ bei Stones Throw an. Was, wenn jeder Konflikt nur ein Kampf gegen unser eigenes Spiegelbild ist? Sofie Royer macht aus dieser existenziellen Frage den Kern ihres vierten Albums „before/after“. Der Clou vorab: Das Cover zeigt ihr Gesicht unter einem Stiefel, die Rückseite enthüllt, dass sie selbst diesen Stiefel hält.
Bereits jetzt gibt es neue Musik: Die Single „Sesquicentennial“ ist draußen, ein schimmerndes Pop-Stück, das auf einem bizarren Moment in Texas nach einer SXSW-Show basiert. Sofie Royer las das Wort auf einem Autoaufkleber („alle hundertfünfzig Jahre“), fand es absurd und nahm es zum Anlass, über Schleifen im eigenen Leben nachzudenken, über Zwänge, die sich wiederholen, ohne dass man es will.
französischer Chanson und Selbstkritik in Hochglanz
Musikalisch ist „Sesquicentennial“ fein geschliffen, aber nie zu glatt, und das Video, gedreht nebenbei auf einer China-Reise, changiert zwischen „Lost in Translation“-Hommage und Reisetagebuch. Sofie Royer untersucht darin nicht nur fremde Städte, sondern vor allem sich selbst: eine Figur, die sich beim Beobachten zuschaut.
Für „before/after“ hat sie mit Matt Cohn (SZA, Charli XCX), Jorgen Odegard (Sabrina Carpenter, BLACKPINK) und Eli Hirsch (Suki Waterhouse) zusammengearbeitet, das Ergebnis ist Pop, der sich seiner Künstlichkeit bewusst ist und sie trotzdem feiert. Ihre Texte sind dabei kulturell dicht: Fassbinder, David Lynch, Falco – alles findet Platz zwischen Selbstanalyse und Selbstironie.
Konzerttermine im Oktober – und eine Künstlerin, die sich nicht auflöst
Ihren Weg dorthin hat Royer über Umwege gefunden: Klassisch am Wiener Konservatorium ausgebildet, baute sie mit 19 in Los Angeles Boiler Room mit auf, arbeitete bei Stones Throw und entwickelte in den letzten sechs Jahren mit drei Alben ihre eigene Klangsprache. Im Oktober kommt sie nach Deutschland: Am 21.10. spielt sie im Import Export in München, am 27.10. im Mikropol in Berlin, am 28.10. in der Betty in Hamburg. Einen Festival-Gig spielt sie auch in Erfurt auf dem Kocolores Festival. Wir sind froh die Termine mit BANDUP zu präsentieren. Hier bekommt ihr Tickets.
Aktuell sind keine Konzerte eingetragen.
Wer sich fragt, was Popmusik mit Selbstkritik zu tun haben kann, sollte hingehen – oder zumindest zuhören. Glaubt ihr, dass Musik, die sich selbst so scharf reflektiert, uns auch ehrlicher zu uns selbst machen kann?

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