moé im Interview: Geschichten, die wir niemandem erzählen

von

Es gibt Musik, die man hört und direkt wieder vergisst. Und dann gibt es Musik, bei der man das Gefühl bekommt, jemand versteht genau, was man fühlt – ohne dass man sich jemals begegnet ist. Genau das schafft moé. Sein Debütalbum „Geschichten, die wir niemandem erzählen“ erschien heute und im BANDUP-Gespräch wird schnell klar, warum es sich so anfühlt, als hätte jemand die eigenen Gedanken aufgeschrieben.

Im Interview spricht Greta mit dem Hamburger Künstler über das, was hinter diesem Album steckt: eine Auseinandersetzung mit Dingen, die Menschen mit sich tragen, ohne sie je auszusprechen. Mit dem Druck, zu funktionieren. Mit Fürsorge, die an eigene Grenzen stößt. Und mit dem Mut, all das nicht aufzupolieren, sondern so rauszulassen, wie es ist – weil Ehrlichkeit für moé vor jeder Sprachästhetik kommt.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Parallel zum Album hat moé eine Therapie begonnen – und erklärt, warum das seinen Schreibprozess erst durcheinandergebracht und dann befreit hat. Sein Song „Fenster“, einer der emotionalsten des Albums, entstand in einer halben Stunde im Garten einer alten Finca auf Mallorca – und wurde danach nicht mehr angefasst. Kein Rewriting, keine Politur. Genau so, wie es rausgekommen ist. Für ihn war das kein künstlerisches Experiment, sondern eine Notwendigkeit: Wer über Dinge schreibt, die wirklich wehtun, sollte sie nicht wegschreiben.

Außerdem geht es um sein Kollektiv „tooloudfortheroom“ in Hamburg – 16 Menschen, die sich gegenseitig pushen statt gegenseitig zu feiern – und um eine Spendenaktion für Straßenhunde in Bulgarien, die spontan aus den Videoaufnahmen zum Album entstanden ist.

Ein Gespräch über Ehrlichkeit, Selbstbegegnung und Musik als Erlaubnis, endlich zu sagen, was man sonst niemandem erzählt.