„When I Get Drunk (I Want You Boy)“ – Suki Waterhouse über toxische anziehung

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Kann schlechte Behandlung durch Sehnsucht legitimiert werden, nur weil man sich im Rausch der Gefühle befindet? Suki Waterhouse stellt mit ihrem neuen Song „When I Get Drunk (I Want You Boy)“ genau diese Frage und zerlegt dabei das romantische Ideal der kontrollierten Zuneigung in seine widersprüchlichen Einzelteile. Die britische Indie-Pop-Künstlerin zeigt Gefühle, die zwischen selbstzerstörerischer Anziehung und dem verzweifelten Versuch schwanken, rationale Grenzen zu ziehen, während der Körper längst andere Signale sendet.

„When I Get Drunk (I Want You Boy)“ ist als dritte Single-Auskopplung aus Waterhouses kommendem dritten Album „Loveland“ erschienen, das am 10. Juli veröffentlicht wird. Nach „Back In Love“ und „Tiny Raisin“ folgt nun dieser Track, der von einem offiziellen Musikvideo begleitet wird, das als kunstvoller Fiebertraum inszeniert ist und die innere Zerrissenheit der Künstlerin visuell darstellt.

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Was machen wir mit Toxischer Anziehung?

Auf den ersten Blick wirkt der Song leicht und unbeschwert, doch unter der verträumten Indie-Pop-Oberfläche steckt jede Menge Spannung. Suki erzählt von einer Beziehung, der man sich kaum entziehen kann, obwohl sie einem nicht guttut.

 „Don’t matter how you treat me so bad“ singt Waterhouse in der Hook und formuliert damit eine Selbstdiagnose, die Ironie und echten Schmerz in sich trägt. Im Song geht es um das Gefühl, wenn der Kopf längst Nein sagt, das Herz, oder der Körper, aber etwas anderes will. Mit der Zeile „Could this be love for one night?“ stellt Waterhouse außerdem die Frage, ob Liebe nicht auch nur für einen einzigen Abend existieren kann.

Unvernünftig ehrlich

Suki Waterhouse löst „When I Get Drunk (I Want You Boy)“ nicht durch moralische Verurteilung, sondern durch Ehrlichkeit auf, indem sie anerkennt, dass menschliches Begehren sich nicht immer an vernünftige Kategorien hält. „Loveland“, ihr drittes Studioalbum mit 14 Titeln, verspricht laut Ankündigung eine noch tiefere Auseinandersetzung mit Themen wie Selbstfindung, Transformation und Mutterschaft. 

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Nach dem kritisch gefeierten Vorgänger „Memoir of a Sparklemuffin“ positioniert sich Waterhouse erneut als Künstlerin, die persönliche Verletzlichkeit nicht als Schwäche, sondern als künstlerische Stärke versteht. Seht ihr in solchen Songs eine wichtige Form der Selbstreflexion oder romantisieren sie toxische Beziehungen?

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