SPORTS im Interview über neues Album „sports“, eine neue Ära und Musikalische Einflüsse

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Mit Kunstrasen ihres Lieblingssportplatzes auf dem Studioboden: In ihrem eigenen Studio in der Heimatstadt Tulsa hat das Dream-Pop-Duo Sports ihr lang erwartetes, selbstbetiteltes Album „Sports“ produziert – und das vollständig in Eigenregie. Gelöst von externen Strukturen verbindet das Album Indie-Pop, elektronische Texturen und psychedelische Momente.

Die beiden Freunde Christian Theriot und Cale Chronister kennen sich noch aus der Schulzeit. Was sie besonders verbindet, ist die Musik – und aus dieser gemeinsamen Leidenschaft entstand die Band Sports. Über die Jahre entwickelten sie sich zu einer festen Größe im Indie-Pop und verbinden in ihrem Sound Einflüsse aus Dream Pop, Funk, Indie und R&B. Das folgende Interview wurde aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt.

für jemand der uns nicht kennt, kann man uns beschreiben als Leute die pop musik machen, ohne zu wissen wie man pop musik macht.

BANDUP: Warum war jetzt der richtige Zeitpunkt für ein selbstbetiteltes Album, und was bedeutet dieser Titel für euch persönlich in Bezug auf eure künstlerische Identität?

CALE: Wir sahen diese Album als eine Art Neustart. Wir brauchten ein neues Gefühl, also behandelten wir es, als wäre es unser erstes Album. Viele Künstler veröffentlichen ihr Debütalbum selbstbetitelt, daher lag es nahe, es genauso zu machen. Es ist wie ein Lesezeichen für eine neue Ära, eine neue Band. 

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BANDUP: Was hat euch dazu bewegt, euch für dieses Album von externen Produzenten zu lösen, und wie hat sich dieser Schritt auf euren Sound und Arbeitsweise ausgewirkt?
CALE: Im Grunde ging es uns einfach darum, uns selbst herauszufordern. Außerdem hatten wir zum ersten Mal unser eigenes Studio, also lag es nahe, jeden Tag hinzugehen und es wie einen normalen Job zu behandeln. Und dann hat unsere langjähriger Freund und Produzent Chad Copelin den Mix für uns übernommen. 

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Künstlerische Inspiration und das Besondere an dem Song ,,Jelly“

BANDUP: Ihr habt euch von A.G. Cook über U2 bis Dr. Dre inspirieren lassen und auch David Byrnes „How Music Works“ als konzeptionellen Impuls genutzt – wie fließen solch unterschiedliche Einflüsse konkret in eure Musik ein, und gibt es einen roten Faden, der all diese Referenzen für euch verbindet?

CALE: All diese Künstler suchten nach etwas Neuem und Einzigartigem. Sie alle hatten das Gefühl, einen eigenen Sound erfunden und eine Art musikalische Renaissance ausgelöst zu haben. Wir versuchen ständig, Grenzen zu erweitern und etwas Einzigartiges zu schaffen. Etwas, das nur wir schaffen können. 

BANDUP: Der Song „Jelly“ auf eurem Album fällt soundtechnisch deutlich auf. Was war die Idee oder der Moment, der euch zu diesem Song geführt hat, und gab es beim Schreiben einen Punkt, an dem ihr wusstet, dass ihr hier etwas Besonderes habt?

CALE: Wir wollten den schnellsten Song machen, den wir je geschrieben haben. Ich glaube, wir haben einfach das Tempo in Ableton auf 140 eingestellt, was viel schneller ist, als unsere üblichen Songs, und dann einfach drauflos geschrieben. Das hat uns gezwungen, etwas Neues zu schaffen. 

Fernab der Küstenmetropolen, wo steamingzahlen unbedeutend bleiben

BANDUP: Tulsa ist für euch mehr als nur ein Ort – er ist Teil eurer DNA als Band. Wie prägt diese Stadt eure Herangehensweise ans Musikmachen, und was würdet ihr vermissen, wenn ihr woanders leben würdet?

CALE: Tulsa lässt mich bescheiden bleiben und gleichzeitig naiv über das, was in der Musikbranche vor sich geht. Ich meine, wir haben alle das Internet, sind nicht völlig uninformiert, aber ich sehe nicht ständig Plakate mit Künstlern und erlebe auch nicht, wie Musik als Ware behandelt wird. Dadurch bleibt alles sehr ehrlich und macht auch Spaß. Die Stadt verbindet mich mit dem Gefühl, das ich hatte, als ich als Kind mit dem Musikmachen angefangen habe. 

BANDUP: Euer bekanntester Song „You Are The Right One“ aus dem Jahre 2015 wurde zum viralen Hit mit 180 Millionen Streams und zur wirtschaftlichen wie emotionalen Basis eurer Band – wie geht ihr damit um, wenn ein Song so groß wird, und beeinflusst dieser Erfolg eure Erwartungen und euren kreativen Prozess beim Schreiben neuer Songs?

CALE: Das überrascht uns immer wieder. Ich frage mich ständig, wann die Zahlen nachlassen, aber es scheint, als würden sie immer weiter steigen. Ich konzentriere mich aber nicht wirklich darauf. Streamingzahlen bedeuten mir nichts. Ich bin am stolzesten auf den Song, wenn wir ihn live spielen und sehen, wie sich die Energie des Publikums sofort verändert, weil alle ihn kennen und mitsingen. Beim Schreiben neuer Songs denken wir auch nicht gern an unsere älteren, weil wir Neues schaffen wollen. 

Zwischen dem hier und jetzt und der Zukunft

BANDUP: Wenn ihr uns einen Song von „Sports“ empfehlen müsstet, der am besten einfängt, wer ihr jetzt gerade seid und wo ihr als Band steht – welcher wäre das und warum?

CALE: ,,If you Want Me” ist das, was einem echten Popsong am nächsten kommt und ich merke immer wieder, wie sehr mich diese Richtung fasziniert. Nicht, weil ich einen Megahit haben will, sondern wegen des Gefühls und der Wirkung, die solche Songs auslösen können. Ich möchte Lieder schreiben, die eine ganze Weile leben können. 

BANDUP: Was steht noch auf eurer künstlerischen Bucket List, und gibt es etwas, das ihr musikalisch oder als Band unbedingt noch ausprobieren wollt?

CALE: Ich weiß nicht, wohin die musikalische Reise geht außer, dass ich einfach immer weiter daran arbeiten möchte, besser und besser zu werden und immer interessantere und einzigartigere Songs zu schreiben. 

BANDUP: Zum Abschluss: Welchen Song oder Artist würdet ihr gern unserer Community empfehlen und hört ihr gerade auf Dauerschleife?

CALE: Planet1999 ist eine Band, die ich momentan total liebe. Ihr Album ,,Devotion” ist klasse. Außerdem höre ich die neuen Songs von Kim Gordon auf Dauerschleife, vor allem ,,Not Today”.

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