Auf Expedition mit Messer: „Kratermusik“ – das neue Album

Credit: Moritz Hagedorn

Wo ein Krater liegt, muss es einen Vorfall gegeben haben. 2012 spielten Messer ein fiebriges Debüt und wuchsen zu einer prägenden Stimme im Post-Punk-Revival der Zehnerjahre. Anders als viele Rockbands, die sich in ihrem Stillstand suhlen, bringt die Gruppe den Glauben an das Format Band nach vorne. Die neue EP Kratermusik“, die am 01. März 2024 erschien, feiert dieses Konzept und markiert den Abschluss einer Phase der Reorganisation. Wir haben bereits hier über die Singleauskopplung „Taucher“ berichtet.

Die einzelne Idee von Kratermusik ist schärfer konturiert als zuletzt, ein Album im wahrsten Sinne des Wortes: Jede Seite präsentiert ein anderes Bild, eine andere Szene mit verschiedenen Figuren. Der Sound ist dicht, aber äußerst detailreich. Über zwei Jahre hinweg haben Messer Schichten auf- und abgetragen, wobei besonders charismatische Synthesizer und zahlreiche Gäste ihren Beitrag leisteten. Statt auf prominente Features mit großem Social-Media-Impact zu setzen, integrieren die Bandmitglieder Freunde, Familie und Kollegen in die Platte. Besonders bemerkenswert sind die Bläsersätze von Philipp Wulfs Eltern Friedhild und Ludger, die zu gleich drei Songs beisteuern.

Messer auf der Suche

In Kratermusik entdeckt man die Lust an der Pointe, nicht im Sinne von Gags, sondern als Strukturmerkmal und kreativen Motor. Die Geräuschkulisse ist reich an unerwarteten Elementen, von funky C-Parts bis hin zu Jodel-Einlagen. Trotz der Souveränität der Band bleibt das Album ungezügelt und locker.

Der Humor hat sich im Prozess entwickelt und passt zum kompakten Sound der Platte. Insgesamt spiegelt Kratermusik eine neue Seite von Messer wider, die von einer zunehmenden Souveränität, aber auch von einem zeitgemäßen Umgang mit schweren Themen zeugt.

Fazit

Das Album „Kratermusik lässt Raum für Interpretationen und fordert die Hörer*innen heraus, sich durch die verwinkelte Kraterlandschaft der Band einzulassen. Die Bewegung im Titel ist Programm: Ein scharfkantiges, schroffes Wort wie Krater verlangt eine klare Haltung. Inmitten von Vergänglichkeit, Friedenssuche und ambivalenten Perspektiven bleibt Messer auch 2024 eine herausragende Band, die ihre Generation maßgeblich geprägt hat.

MESSER LIVE:

09.03.2024 Münster, Gleis 22 (Release-Show) & Station 17
15.03.2024 Bielefeld, Movie
16.03.2024 Recklinghausen, AKZ
17.03.2024 Hamburg, Hafenklang
18.03.2024 Köln, Subway
19.03.2024 München, Milla
20.03.2024 Augsburg, Soho Stage
21.03.2024 Karlsruhe, Kohi
22.03.2024 Stuttgart, Merlin
23.03.2024 Saarbrücken, Sparte4
17.05.2024 Wuppertal, Die Börse
18.05.2024 Essen, Hotel Shanghai
19.05.2024 Aachen, TBA
20.05.2024 Bremen, MS Loretta
21.05.2024 Dresden, Ostpol
22.05.2024 Berlin, Frannz Club
23.05.2024 Leipzig, Conne Island

Tickets für die Shows gibt es hier.

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