Barnsen veröffentlicht orchestrales Instrumentalalbum „Karneval der Tiere“
Warum übersetzen Musiker*innen ihr Schaffen gerne in andere Kunstformen, anstatt einfach nur Songs zu schreiben. Die Antwort liegt wohl in der Sehnsucht nach einem größeren Erzählrahmen, nach Bildern und Geschichten, die über einzelne Tracks hinausgehen.
Mit „Karneval der Tiere“ veröffentlicht Bernhard Wegner-Schmidt alias Barnsen am 16. Oktober 2026 ein ungewöhnliches Instrumentalalbum. Die 13 Kompositionen orientieren sich an Camille Saint-Saëns‘ Klassiker aus dem Jahr 1886, übersetzen Charaktere von 13 verschiedenen Tieren in eigenständige Sounds und verbinden dabei orchestrale Arrangements mit Elementen aus Rock, Filmmusik und orientalischer Perkussion. Ein kurzer Trailer zeigt Einblicke in die Aufnahmesessions.
Was auf dem Album zu hören ist
Streicher treffen auf Gitarre, Glockenspiel begegnet Darbuka, Piano und Schlagzeug bilden das rhythmische Fundament für Bläser und Oud. Die Besetzung reicht von Jazzpreisgewinner Anton Mangold über Bassposaunistin Maxine Troglauer bis hin zu Mitgliedern der Bläserphilharmonie Schweinfurt und dem Streichquartett Four4Strings.
Aufgenommen wurde das Album von Sven Peks in der Audiolodge Schwanfeld, das Mastering übernahm Kai Blankenberg von den Skyline Studios Düsseldorf. Erste Singles aus dem Projekt wurden bereits 2025 bei Bayern 2, Deutschlandfunk Kultur und Radio Gong vorgestellt.
Vom Punk zur orchestralen Komposition
Bernhard Wegner-Schmidt war zuvor als Musiker der Punkbands Tagtraum und Sondermarke aktiv, das neue Projekt schlägt also ein völlig anderes Kapitel auf. Die Live-Premiere des Albums findet am 17. Oktober 2026 in der Audiolodge Schwanfeld statt, wo das Material erstmals in großer Ensemblebesetzung auf die Bühne kommt.
Die Produktion verbindet klassische Instrumentierung mit moderner Klangästhetik und entsteht irgendwo zwischen Konzerthalle und Filmset. Das Album erscheint auf Vinyl und digital, womit die Sehnsucht nach dem größeren Erzählrahmen am Ende doch wieder zurück zum klassischen Albumformat führt. Nur die Frage bleibt offen: Welches Tier hättet ihr selbst in Sound übersetzt?

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