Der britische Songwriter Scott Quinn hat anfang Oktober sein Album „Being Human“ über Embassy of Music veröffentlicht. Die zehn Songs drehen sich um Liebe in allen Formen: romantisch, familiär, platonisch und die Beziehung, die man zu sich selbst hat. Los geht es mit „Overdrawn“, Schluss ist bei „I Choose You“.

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Ein Liebesalbum also, nur schlägt sein Herz an einer unerwarteten Stelle. Den Titel hat sich Scott Quinn aus einem Song über seinen Bruder geholt, den er schrieb, als dieser schwer krank im Krankenhaus lag. Wie das klingt, zeigt das Surprise Video zu „Brother“, das am 8. September Premiere hatte und von Jade Vowles gedreht und geschnitten wurde.

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Fahrräder, knallende Türen, Krankenhaus

„Brother“ startet in langen Sommern, in denen zwei Kinder ihre Räder den Hügel hochschieben, Festungen bauen und keine Sekunde stillsitzen. Dann werden die Wände dünn vom Streiten, Türen knallen, bis die Fenster zittern, und die beiden sind zu jung, um zu sehen, dass die Erwachsenen auch nur Menschen sind. Geschrieben hat Scott Quinn den Song mit Dane Etteridge, die Besetzung bleibt klein: Rich Cooper an Gitarre und Drums, er selbst an Bass, Piano und Streicherarrangement.

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Die zweite Strophe spielt im Krankenhaus. Der Bruder hat Angst um sein Leben, und im Kopf des Erzählers rast die Frage, wie er ihn diesmal beschützen kann. Dann fällt die Zeile, die dem Album seinen Namen gibt: „And that there’s no shame in being human„.

Warum ausgerechnet dieser Song den Titel trägt

Drumherum geht es klassischer zu: „Right at the Wrong Time“ handelt von Liebe zur falschen Zeit, „All or Nothing“ vom Sprung kopfüber hinein. Zu „Places in London“ gibt es sogar die interaktive Karte placesin.london, auf der Menschen Orte teilen, an die sie nicht mehr zurückkönnen, samt Geschichte dahinter. Die passende Being Human Tour stand schon im Februar fest.

Man könnte „Brother“ als Schlüssel zur ganzen Platte lesen: Liebe heißt hier Aushalten und Dableiben, ganz ohne Romantik. Brüderlichkeit sei ein Band, „das sich biegt, aber nicht bricht“, sagt Scott Quinn, und dieses Bild passt auch auf die Liebeslieder rundherum.


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