Dystopie im Ohr: Normandie verabreichen die tägliche Dosis „Dopamine”

Credit: Jacob Papinniemi

Mit ihrer neuesten Veröffentlichung „Dopamine” zeichnet Normandie ein Zukunftsbild, das dystopischer nicht sein könnte. Der Longplayer, der seit dem 09.02.24 überall zu hören ist, fungiert jetzt schon als die tägliche Dopaminspritze für eine Zukunft, die ohne nicht zu ertragen sein wird.

11 Tracks sind es geworden, die allein musikalisch eine Menge Variation bieten. 6 davon erblickten schon als Single-Auskopplungen, das Licht der noch aushaltbaren Welt. Damit war dann auch offiziell die Dopamin-Klinik eröffnet, in der man in Zukunft womöglich Schlange stehen darf.

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A Quick fix of Dopamine, Endorphin and Oxycotin

Wenn ihr das lest, seid ihr wahrscheinlich ausgebrannt, ihr seid müde, ihr seid gestresst, ihr arbeitet, ihr überlebt. Was tun wir also? Wir konsumieren. Wir wenden uns Screens, Alkohol, Substanzen und transaktionalen Beziehungen zu, um einen schnellen Dopaminschub, einen kleinen Endorphinschub oder einen kräftigen Oxytocinschub zu bekommen …

So kündigte die Band vergangenes Jahr über Social Media ihr Album an und fasste innerhalb weniger Zeilen den Zeitgeist einer Generation zusammen.

In tristen Zeiten agiert Social Media oft wie eine Droge, auf die man schlichtweg nicht verzichten kann. Das läuft ähnlich wie bei Glücksspielen. Manchmal gewinnt man, manchmal verliert man. Ein Post gefällt dir, ein anderer wieder nicht. Nach einem Beitrag, der einem nicht gefällt (ein verlorenes Spiel), muss also schnell ein guter her, der einem gefällt (ein gewonnenes Spiel). Ein Problem, dass auch Normandie längst erkannt hat und raffiniert in ihr Konzept-Album mit aufnimmt.

Auch musikalisch bietet die schwedische Band viel an. Und in gerade mal 11 Tracks ist mit Metal-Core (Serotonin, Hourglass, Overdrive), Pop-Punk (All in my Head, Flowers to the Grave) und Pop-Rock (Glue, Butterflies) bishin zu Post-Hardcore-/Alternative-Rock (Blood in the Water, Colorblind) und sachten Rock-Balladen (Ritual, Sorry) sicherlich für jeden Rock-Fan – mit einer Affinität für die 2010er – ein Titel mit dabei. Aber hören wir doch mal rein:

Normandie: Rock aus Schweden

2013 gründete sich die Rock-Band in der schwedischen Stadt Örebro. Von den sechs Gründungsmitgliedern sind heute zwei geblieben und ein neues Mitglied hinzugestoßen. Heute kennt man Normadie als Philip Strand (Sänger), Håkan Almbladh (Gitarrist) und Anton Franzon (Schlagzeuger).

Nach den ersten erfolgreichen EPs, Alben und der Tour als Support-Act für die Band Yellowcard folgt 2018 der Plattenvertrag mit dem Label Easy Life Records.

Dopamine ist das mittlerweile vierte Album der Band.

The Dopamine Tour 2024

Die ersten Dopamin-Shots wurden bereits verabreicht. Auf drei letzten Terminen in der Nähe gibt es aber noch die Chance, sich ein paar Stunden Dopamin zu sichern. Also worauf wartet ihr noch? HIER gehts direkt zu den Tickets!

16.03.24 München, Technikum
26.02.24 Berlin, Hole 44
26.02.24 Wien, Flex

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Ich möchte Musik nicht nur hören, sondern erleben! Mit stets gespitzten Ohren und aus purer Leidenschaft bin ich deswegen immer auf der Suche nach neuen Sounds, lyrischen Meisterwerken und emotionalen Eindrücken aus Konzerten und Gesprächen.