Frau Lehmann & Dirty Dishes: „Gewäsch“ in Musikalischer Form

Credit: Frau Lehmann

Unter dem Titel „Gewäsch“ veröffentlichen die beiden Bands Frau Lehmann rund um Sängerin Fiona Lehmann und Dirty Dishes, bestehend aus dem kongenialen Duo Jan Müller und Rasmus Engler, am 16. Februar 2024 ihre gemeinsame Split-EP. 

Was passiert, wenn zwei Bands beschließen, verrückte, nicht immer ganz Sinn ergebende Lyrics musikalisch zu unterlegen? Eine völlig eigene sowie faszinierende Zusammenarbeit zweier Bands, um genau dieses „Gewäsch“ aufzugreifen und kreativ zu verarbeiten. Auf insgesamt sechs Songs zeigen die Bands eine Mixtur aus Gitarren-Pop und Experimental-Pop, inspiriert von großen Bandnamen wie Jetzt! und Go-Betweens sowie der Band Dada.

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Oft entpuppt sich Gewäsch, umgangssprachlich eigentlich gleichzusetzen mit sinnlosem Gerede oder Geplapper, erst im Nachhinein als tiefgründiger als gedacht. Genau hier setzen Frau Lehmann und Dirty Dishes an. Mit ihrer EP konzentrieren sie sich auf sprachliche Besonderheiten und gesellschaftskritische Themen. Dabei verlieren die Songs nicht an Charme und laden dazu ein, genauer hinzuhören. Denn hinter dem Abstrakten steckt so manch tiefergehende Kritik oder Botschaft.

Von teurem Wasser und dem Blick hinter die textlichen Kulissen

Die fertige EP wirkt fast schon wie ein spontanes Werk und nicht vollends gemastert, was dem Gesamteindruck eine authentische Note verleiht. Songs wie „Tintenfisch“ lassen viel gedankliche Interpretation und regen so zum Mitdenken bei jeder einzelnen Textzeile an. Denn hinter der scheinbaren textlichen Belanglosigkeit verbergen sich klar vorgetragene Kritikpunkte an der Zusammensetzung und Verteuerung von Wasser, verbunden mit einer freundlichen Aufforderung zum Aufstand dagegen. Weiteres Plus: Auch Dirty Dishes mit Jan Müller, auch bekannt von TOCOTRONIC, zeigt bei diesem Song eine neue Seite seines künstlerischen Könnens.

Eine Besonderheit findet sich in der Art und Weise wieder, wie der musikalische Inhalt kommuniziert wird. So findet sich in Liedern wie „Urwasser“ eine ganz eigene Interpretation des lebensnotwendigen Getränks, die so wohl noch nie zu hören war. Textzeilen wie „Wasser hat kein Gedächtnis…“ oder „… Urwasser, nein!“ laden dazu ein, das vermeintliche Gewäsch genauer zu betrachten.

Wer Frau Lehmann live erleben möchte, hat im Frühjahr 2024 einige Möglicheiten dazu. Als Support-Band für „Die Sterne“ sind sie an folgenden Tagen live zu hören:

13.03.2024 DE-Hannover, Béi Chéz Heinz
14.03.2024 DE-Leipzig, Conne Island
15.03.2024 DE-Frankfurt, Zoom
16.03.2024 DE-Dortmund, FZW

Zudem gibt es auch schon die erste Ankündigung für April. Da begleitet Frau Lehmann die Band „Bärchen und die Milchbubis“ am 29.04.2024 in Moritzbastei in Leipzig.

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Autor*in

Gute Musik ist für mich authentisch und mitreißend, umso spannender finde ich es, laufend neue Bands und Künstler*innen zu entdecken. Daher berichte ich gerne über deren neuesten Werke und die Entstehungsgeschichte dahinter.