Matching Drapes zählen Verurteilungen in neuer Single „34 Convictions“
Wenn eine Band auf Instagram fragt, wie viele Verurteilungen ihre Follower*innen aufzählen können, klingt das nach Scherz. Doch bei Matching Drapes steckt mehr dahinter. Die Berliner Shy-Punk-Band um Frontfrau Jacquie Hirt hat mit „34 Convictions“ einen Song geschrieben, der direkt auf eine Person gemünzt ist, die in den vergangenen Jahren die politische Weltbühne wie ein Reality-Star betrat.
Die neue Single erschien am 7. August 2026 und nimmt kein Blatt vor den Mund. Der Titel selbst ist bereits Programm und spielt vermutlich auf die Verurteilungen einer prominenten politischen Figur an. Matching Drapes nennen ihren Sound „political dance punk“ und machen damit klar, dass sie nicht nur zum Tanzen animieren wollen, sondern auch zum Nachdenken zwingen.
Was steckt in „34 Convictions“?
Die Band aus Berlin verbindet in ihrem neuen Track die Wut des Post-Punk mit der Tanzbarkeit von Indie-Rock und einer ordentlichen Prise Riot-Grrrl-Attitüde. Laut eigener Ankündigung soll der Song die Hörer*innen dazu bringen, sich zu bewegen, während sie über politische Realitäten stolpern.
Musikalisch dürfte sich die Single nahtlos an ihre Debüt-EP „manslaughter“ anschließen, die bereits 2024 international Aufmerksamkeit erregte. Produziert wurde der Track von Niclas Lieblings, dem Bassisten der Band, dessen Name in den Social-Media-Posts der Band mit einem Augenzwinkern gefeiert wird.
Schwarzer Humor trifft auf politische Dringlichkeit
Matching Drapes haben sich seit ihrer Gründung 2023 dem kritischen Blick auf gesellschaftliche Missstände verschrieben. Die fünfköpfige Formation aus Musiker*innen unterschiedlicher Herkunft versteht es, ernste Themen mit schwarzem Humor zu verpacken. „34 Convictions“ reiht sich in diese Tradition ein und stellt die Frage, wie viele Verurteilungen nötig sind, bevor politische Verantwortung greift.
Die Single ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zu ihrer zweiten EP, die 2027 erscheinen soll, und zeigt, dass die Band nicht nur laut sein will, sondern auch gehört werden muss. Was haltet ihr davon, wenn Bands politische Ereignisse so direkt in ihre Songs einbauen – ist das mutig oder zu plakativ?
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