Jonny Mahoro: Darum heißt sein Debütalbum „Nichts ist für immer“
Jonny Mahoro veröffentlicht heute am Freitag, den 9. Oktober 2026, sein Debütalbum „Nichts ist für immer“. Ausgerechnet nach seinem Durchbruch benennt er die erste Platte nach einem Satz, der jedes Hoch genauso relativiert wie jedes Tief. Zehn Songs drehen sich ums Erwachsenwerden, um Zweifel und Abschiede, aber auch um die Momente, in denen plötzlich wieder alles möglich scheint.
Davor kamen der viral gegangene Hit „Zwischenphase“ und die EP „Innenleben“, mit denen er sich im deutschen Indie-Pop einen Namen gemacht hat und es auf die New Music Hotlist 2026 von N-JOY schaffte. Eine Platte übers Durchstarten hätte nahegelegen. Stattdessen erzählt er auf Instagram, wie lange er gezögert hat, ausgerechnet den Titelsong überhaupt jemandem zu zeigen.
Was Jonny Mahoro auf alten Fotos entdeckt
Genau dieser Song eröffnet das Album, und zwar mit einer Szene für alle, die schon mal durch die Galerie auf dem Handy gescrollt sind. „Hab‘ mich so krass verändert, erst auf Fotos bemerkt“, singt Jonny Mahoro im Pre-Refrain. Der Schmerz lässt nach, die Heilung dauert.
Der Refrain macht es sich danach erstaunlich leicht, denn er besteht nur aus den vier Wörtern des Titels. Man könnte die Foto-Zeile als Leitmotiv der ganzen Platte lesen: Wie sehr man sich verändert hat, merkt man oft erst beim Zurückscrollen. Die übrigen Songs spannen den Bogen vom komplizierten Erwachsensein bis zur Sehnsucht, bestimmte Tage noch einmal zurückzuholen.
Ein Leben in zehn Songs
Drei Wochen nach dem Release, also Ende Oktober, startet seine dritte Headliner-Tour. Dort spielt er die neuen Albumsongs zum ersten Mal live. „In diesem Album steckt mein Leben“, sagt Jonny Mahoro, der Musik macht, seit er sechs Jahre alt ist.
Aktuell sind keine Konzerte eingetragen.
Damit löst sich auch der Widerspruch im Titel. Der Satz ist kein Abgesang auf den Erfolg, er klingt für mich nach Erleichterung: Wenn nichts bleibt, bleibt auch das tiefste Tief nicht. Und vor einer Tour, bei der neben viel Vorfreude auch die Frage mitläuft, ob die neuen Songs ankommen, ist das vermutlich kein schlechter Gedanke.

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