Ami Warning veröffentlicht Live at Home EP mit Fiora, Jonny Mahoro & Haller
Ami Warning veröffentlicht heute ihre „Live at Home“ EP – sechs Songs, drei Gäste, alles an einem Tag aufgenommen. Mit Fiora, Jonny Mahoro und Haller hat sie jeweils einen eigenen und einen fremden Song neu interpretiert, live in einem Raum, ohne Proben, gefilmt bei sich zuhause. Während Popproduktionen immer glatter werden und KI-Stimmen durch Playlists geistern, setzt diese EP auf das Einfachste: Menschen, die zusammen Musik machen.
Mit Jonny Mahoro bekommt Amis erster deutschsprachiger Song „Untertauchen“ eine zusätzliche Perspektive, während Mahoros viraler Titel „Vielleicht“ in dieser entschleunigten Version noch unmittelbarer klingt. Fiora bringt bei „Fliegen“ eine neue, fragile Farbe in den Song, getragen von Cello und Geige – die beiden hatten bereits für eine Live-Version zusammengearbeitet und wir hatten hier darüber berichtet. Mit Haller wird das Wohnzimmer kurz zur kleinen Tanzfläche: „schön genug“ hat etwas von einem spontanen Konzertmoment, während „Wie lang“ am Ende in ein überraschendes Trompetensolo kippt.
Zwischen Backstage-Kindheit und eigener Welt
Ami Warning ist auf Konzerten ihres Vaters, der Münchner Reggae-Legende Wally Warning, groß geworden – Backstage, zwischen Kabeln, Instrumenten und Soundchecks. Musik war immer da, aber Ami ein schüchternes Kind, und die Bühne damals alles andere als ein Sehnsuchtsort. Sie bringt sich selbst das Gitarrespielen bei, schreibt mit 14 in ihrem Zimmer die ersten Songs und schafft sich so eine eigene musikalische Welt. Amis Songs sind Momentaufnahmen auf der Suche nach Freiheit und Leichtigkeit – oft melancholisch, immer soulful, ehrlich und geradeheraus.
In „Wie lang“ singt sie: „Wie lang willst du noch diese Dinge tun / schon seit ner Weile brauchst du eigentlich Zeit dich auszuruhen / wenn nicht jetzt / wann dann wann dann“ – eine Frage, die in dieser Live-Version noch direkter wirkt. Die EP fühlt sich weniger wie eine klassische Veröffentlichung an als wie eine Momentaufnahme, aufgenommen ohne Sicherheitsnetz, dafür mit genau der Energie, die entsteht, wenn Musiker*innen im selben Raum stehen und einfach anfangen zu spielen.
Unveröffentlichte Songs live erleben
Im November geht Ami Warning mit ihrer Band auf „unreleased Tour“, bei der Fans in kleinerem Rahmen einen Vorgeschmack auf noch unveröffentlichte Songs bekommen. Die Konzertreihe führt sie durch Bayern – von Reichertsheim über Landshut und Passau bis Inning am Ammersee, Seehausen am Staffelsee und Kirchanschöring. Weitere Termine sind geplant.
Die Idee, neue Songs zunächst live vorzustellen, bevor sie auf Plattformen erscheinen, passt zur Haltung der EP: Musik entsteht im Raum, nicht nur im Rechner. Ami Warning hat schon immer viel Wert darauf gelegt, was passiert, wenn Musik live gespielt wird – zu vielen ihrer Songs gibt es längst auch Live-Versionen. Vielleicht liegt das an ihrer Backstage-Kindheit, vielleicht an ihrem Drang, Geschichten zu erzählen, die in diesem Moment zählen. „Live at Home“ ist genau das: ein Moment, festgehalten ohne viel Schnickschnack. Was glaubt ihr: Sind solche Live-Sessions die ehrlichere Alternative zu perfekt produzierten Studio-Tracks?
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