Wie weit würdest du gehen? Julia Wolf mit neuer Single „Deep End“

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Wenn jemand bereit ist, bis ans Äußerste zu gehen, um eine Verbindung zu retten, entsteht daraus entweder große Kunst oder eine schmerzhafte Lektion. Bei Julia Wolf scheint es beides zu sein. Die New Yorker Singer-Songwriterin stellt mit „Deep End“ einen Song vor, der genau diese Zerrissenheit spürbar macht, zwischen dem Willen, festzuhalten, und dem Bewusstsein für all die Zweifel, die sich dazwischenschieben.

Julia Wolf selbst beschreibt den Song als Auseinandersetzung mit der Verwirrung im eigenen Kopf und der Frage, wie weit man gehen würde, um nicht loszulassen, während man gleichzeitig all die Ablenkungen und Unsicherheiten durchlebt, die damit verbunden sind.

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Wer loslässt, verliert – oder gewinnt?

Im Refrain singt Julia:“I’m doing handstands in the deep end of your mind/In the deep end ‚til I’m blue, you know I’ll drown if I have to“ und zeigt damit, wie weit sie selbst für die Person gehen würde, zu welcher sie singt.

Die Lyrics in der Bridge „And it’s not a crime of passion to be gone for so long / Then come back like your heart beats for me all along“ beschreiben die andere Person als jemanden, der tagelang wie vom Erdboden verschluckt ist und sich dann plötzlich wieder meldet, als wäre nichts gewesen. Julia Wolf macht dabei deutlich, dass Liebe für sie nicht einfach auf Abruf funktionieren kann.

Der Sound von „Deep End“ wirkt reduziert und lässt damit Raum für die Stimme, die zwischen Verletzlichkeit und einer gewissen Härte changiert. Das Musikvideo unterstreicht diese Ambivalenz visuell und fügt der Erzählung eine weitere Ebene hinzu, ohne dabei zu viel zu erklären. In dem Video lässt Julia Raum für Deutung, ohne sich hinter Vieldeutigkeit zu verstecken.

Ins tiefe Wasser und auf die große Bühne

Die Veröffentlichung fällt in eine Phase, in der Julia Wolf künstlerisch wie öffentlich an Profil gewinnt. Ihre „Deep End World Tour“ führt sie im Herbst durch Nordamerika, Großbritannien und Europa, mit Stopps am 28. November in Köln im Bürgerhaus Stollwerck und am 4. Dezember in Berlin im Hole44. Als Support wird Scro mit dabei sein, langjähriger Kollaborateur und Produzent von Julia Wolf.

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Am Ende bleibt die Frage: Ist es Stärke oder Schwäche, wenn man sich selbst ins tiefe Wasser wirft, nur um eine Verbindung am Leben zu halten und wo zieht ihr persönlich den Schlussstrich?

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