Ok Goodnight veröffentlichen „Spiral“: Neue Single aus „stop/go“ Album
Kann eine Beziehung gleichzeitig zerbrechlich und überwältigend sein, sanft und brutal, hoffnungsvoll und verzweifelt und das alles innerhalb von etwas mehr als fünf Minuten? Ok Goodnight aus Boston beweisen mit ihrer neuen Single „Spiral“, dass emotionale Widersprüche nicht nur koexistieren können, sondern dass sie sich gegenseitig erst richtig zum Leben erwecken.
Die zweite Vorabsingle aus ihrem kommenden Album „stop/go“ ist ein Prog-Rock-Song, der die Hörer*innen auf eine musikalische Achterbahnfahrt durch die Abgründe einer ungewissen Beziehung mitnimmt.
Schwarz-weiß im kreislauf der spirale
„Spiral“ beginnt verträumt. Die leichten Piano-Noten klingen, als würde sich jemand an etwas herantasten. Als würden sich die Protagonisten auf einer Theaterbühne begegnen, sich gegenseitig mustern und dann wieder verstecken. Sängerin Casey Lee Williams beginnt mit sanfter Stimme, bevor sie plötzlich an Kraft gewinnt und macht aus jedem Stimmungswechsel eine eigene Geschichte. Die Band lässt diese gegensätzlichen Dynamiken ineinander übergehen, als wären sie verschiedene Facetten derselben emotionalen Spirale.
Die visuelle Umsetzung durch Regisseur Stephen Mlinarcik greift die Thematik des emotionalen Spiralens auf und übersetzt sie in eine kunstvolle Bildsprache in schwarz-weiß. Es scheint als sei die Band selbst in einer Spirale gefangen, die sie unaufhörlich herumwirbelt. Die Zeilen „Would you keep me a bit, no need to commit to me / What were the chances, us being here? / Fallin‘ back, just spiral with me“ fassen zusammen, worum es geht: um das Paradox, sich fallen zu lassen, ohne Sicherheit zu haben.
unabhängig weiter
Ok Goodnight, die bereits mit ihrem 2023er-Konzeptalbum „The Fox and the Bird“ international Aufmerksamkeit erregten, bleiben auch bei „stop/go“ ihrem unabhängigen Weg treu: kein Label, keine Kompromisse. Die vier Absolvent*innen des Berklee College of Music haben sich bewusst für totale kreative Freiheit entschieden, um ihre Vision ohne Einschränkungen umzusetzen.
„stop/go“ erscheint übrigens am 12. Juni. Ob die Band live im Juni bei Festivals wie dem Mad With Power Fest oder dem Midsummer Prog Fest in den Niederlanden die Intensität von „Spiral“ auf die Bühne bringen kann? Kennt ihr das Gefühl, in einer Spirale gefangen zu sein?
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