„Something Greater“: IFULKI starten mit düster-hoffnungsvollem Debüt durch

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Was passiert, wenn man sich dem Ungewissen vollständig hingibt und darauf vertraut, dass alles seinen Sinn ergibt? Das Londoner Trio IFULKI behauptet mit ihrer Debütsingle „Something Greater“, dass genau diese Hingabe der Schlüssel zu etwas Größerem sein könnte.

Queen Kaltoum, Charlie und Ayman schaffen einen Sound, der traditionelle Gnawa-Einflüsse mit elektronischen Texturen verbindet und dabei eine Spannung erzeugt, die zwischen düsterer Atmosphäre und hoffnungsvollen Rhythmen changiert. Die Single erscheint über PIAS‘ neues In-House-Label SOURCE. Im dazugehörigen Visualizer wird die Ambivalenz des Tracks visuell erlebbar.

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Amazigh-Traditionen treffen auf Londoner Jazz-Experimente

„Something Greater“ ist mehr als ein Debüt. Der Track lebt von einem Kontrast: Während Bass und Drums eine düstere Intensität aufbauen, sorgen Rhythmen für einen Moment der Hoffnung, bevor das Klavier mit einer bittersüßen Melodie den Song ausklingen lässt. Queen Kaltoum, die im Alter von 18 Jahren aus Italien nach London zog, bringt ihre marokkanisch-amazighische Herkunft in die Musik ein, während Charlie (Bass, Synthesizer) mit irischen und ghanaischen Wurzeln und Ayman (Schlagzeug, Percussion) mit sudanesischem Hintergrund das Trio vervollständigen.

Gemeinsam haben sie jahrelang in Venues wie Ronnie Scott’s und dem Jazz Cafe gespielt und mit Acts wie Kokoroko, Nubyan Twist oder Blue Lab Beats kollaboriert. IFULKI ist aus dieser Kultur der Offenheit und des Experiments entstanden, in der Genres weniger Grenzen sind als Ausgangspunkte für neue Perspektiven.

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Wenn Schönheit zur musikalischen Philosophie wird

„Ifulki“ bedeutet auf Amazigh „schön“, erklärt Queen Kaltoum, und dieser Begriff ist für die Band mehr als nur ein Name. Schönheit liegt für sie in Verbindungen, in Solidarität und in der Fähigkeit, Menschen zusammenzubringen. Diese Philosophie durchzieht „Something Greater“ von der ersten Sekunde an: Der Song handelt vom Vertrauen ins Unbekannte, davon, dass sich Dinge letztlich fügen, ganz gleich, wie sie ausgehen.

Es scheint, als sei IFULKI weniger an einer klaren Genre-Zuordnung interessiert als daran, einen Raum zu schaffen, in dem verschiedene musikalische und kulturelle Einflüsse gleichberechtigt nebeneinander existieren. Die Frage bleibt: Kann Musik, die so bewusst auf Hingabe und Vertrauen setzt, in einer Zeit funktionieren, in der alles messbar und planbar sein soll? Was denkt ihr – brauchen wir mehr Songs, die uns lehren, loszulassen?

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