ADMT: „From Good To Bad And Then Back Again“ – das Debütalbum im Check
Kann man ein ganzes Leben in elf Songs pressen? Der britische Singer-Songwriter ADMT beweist mit seinem Debüt „From Good To Bad And Then Back Again“, dass die Antwort Ja lautet. Das Album, das diesen Freitag erscheint, ist keine kuschelige Selbstfindungsreise, sondern eine schonungslose Abrechnung mit allem, was zwischen Straßenmusik in Doncaster und mentaler Zerreißprobe liegt. ADMT erzählt von Absturz, Aufbruch und der Frage, wie man überhaupt zu sich selbst findet, wenn einem nie jemand gezeigt hat, wie das geht.
Der Künstler aus Nordengland liefert ein Album, das sich bewusst zwischen akustischem Pop, Soul und Singer-Songwriter-Tradition bewegt. Themen wie Armut, Wohnungsnot, Bildung und vor allem mentale Gesundheit durchziehen die Tracklist wie ein roter Faden, der nicht reißen will. „Dieses Album ist mein Versuch zu verstehen, was es bedeutet, ein Mensch zu sein“, sagt ADMT. „Es geht um Wachstum, Fehler, darum, alles ein bisschen zu intensiv zu fühlen, und nicht immer zu wissen, wohin damit.“
Straßenmusik und Support-Slot
Geboren in schwierigen familiären Verhältnissen, geprägt von eigenen mentalen Kämpfen, speist sich ADMTs Musik direkt aus gelebter Realität statt aus Studiokalkül. Seine Karriere begann während der Pandemie mit Straßenmusik, bevor ein Cover von „Best Friend“ (geteilt von 50 Cent) ihn ins Rampenlicht katapultierte.
Es folgten Singles wie „Without You“, „Man Now“ und „Wish You Loved You“, sowie Support-Slots für Anne-Marie und James Arthur. Mit „From Good To Bad And Then Back Again“ positioniert sich ADMT als Chronist einer Generation, die zwischen Selbstzweifeln und Selbstbehauptung navigiert. Oder, wie er selbst sagt: „Alles ist eine Lektion. Auch wenn es weh tut.“
Liebe als offene Wunde
Im Song „Turn The Page“ singt ADMT: „If I’m just a chapter in your story, then turn the page and forget about me.“ Die Zeile fasst zusammen, worum es auf dem Album eigentlich geht: um Beziehungen, die sich anfühlen wie offene Wunden, und um die Frage, ob man jemals genug sein kann.
Im Juni kommt ADMT für drei Konzerte nach Deutschland: Hamburg (ausverkauft), Berlin und Köln. Ob das Album hält, was die Singles versprechen, wird sich zeigen.
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