Den Sommer verlängern mit dem neuen Jungle-Album „Sunshine“

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Spätestens mit ihrem Hit „Back On 74“ dürften Jungle in keiner sommerlichen Playlist mehr fehlen. Für Fans gibt es nun Grund zur Freude, denn Jungle liefern mit ihrer neuen Platte „Sunshine“ allen Grund, den Sommer noch ein wenig zu verlängern.

Nach dem Vulkan die Sonne

Jungle feiern praktisch seit ihrem self-titled Debütalbum aus 2014 mit jedem ihrer musikalischen Projekt Erfolge. Hits wie „Busy Earnin“, „Keep Moving“ oder eben „Back On 74“ landen in den Köpfen der Leute und begeistern uns immer wieder aufs Neue.

Und so auch „Sunshine“, das inzwischen bereits fünfte Studioalbum des britischen Musik-Kollektivs um Tom MacFarland, Josh Lloyd-Watson und Lydia Kitto. Kitto, die bereits beim dritten Album „Loving in Stereo“ für Songs mit MacFarland und Llyod-Watson kollaborierte, ist seit Ende 2023 offiziell Teil von Jungle und Stimme hinter „Back On 74“. Sie sticht dabei vor allem durch ihre Stimmlichkeit als neueres Mitglied heraus und tritt auch beim neuen Album gemeinsam mit MacFarland und Llyod-Watson als Produzentin auf. Fans dürfen sich nach den Singles „Someday, Somewhere”, „Carry On” und „The Wave” nun über insgesamt elf Tracks freuen.

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Auch wenn die Band bereits vor dem vierten Album „Volcano“ große Erfolge gefeiert hat, dürfte die 2023-Platte Jungle in den vergangenen drei Jahren in eine andere Sphäre musikalischer Erfolge transportiert haben. Wie ein Vulkanausbruch – im positivsten Sinn versteht sich – sind die Tracks des Albums damals in die Ohren geschwappt. Grammy-Performance, BRIT-Award für „Group of the Year“ und Millionen an Streams auf sämtlichen Plattformen gabs dann obendrauf. Jetzt laden Jungle mit „Sunshine“ unsere Energien auf.

Sommerliche Energie tanken

In Neo-Soul eingegroovt bleiben sich Jungle ihrem Sound treu, schaffen es aber dennoch neue Klangwelten zu erschließen. Die von Sonnenlicht erstrahlt sind, wie es klingt. „Sunshine“ und der gleichnamige Track strotzen dabei nur so vor einer sommerlichen Energie, die uns die langsam endende Jahreszeit noch ein wenig verlängert. Mit Instrumentals, die die Leichtigkeit des Gesangs weitertragen, fällt man in eine warme Trance. 

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Songs wie „Move Like You Do“ oder „The Wave“  klingen dabei wie ein Strandtag im Urlaub für die Ohren. Mit dem sanften, gehauchten Gesang und einem groovy Instrumental fangen Jungle einen Retro-Klang ein, der sich über das gesamte Album legt. Soundeffekte wie grisselnde, dumpfe Atmosphäre übertragen eine analoge Nostalgie. Als würde sich mit dem Hören von „Sunshine“ tatsächlich Sonne um einen herum ausbreiten. Was vermutlich zuletzt auch daran liegt, dass MacFarland, Llyod-Watson und Kitto selbst produzieren und die musikalische Vision daher noch treffender einfangen können. Für aufmerksame Hörer*innen dürften auch die ein oder anderen Instrumentals bekannt klingen, denn Jungle haben sich für „Sunshine“ an ihrer eigenen Diskografie bedient und von älteren Songs gesamplet.

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Retro-Vibes und Vielschichtigkeit

Die Vielschichtigkeit, die seit jeher zur Musik des Kollektivs gehört, erreicht auf der Platte mit Tracks wie „Somewhere, Someday“ eine neue, tiefe Tragkraft. Während bei vielen Songs die Gesangsparts oft schon als Teil der Instrumentierung wirken und so eingebettet gesungen werden, zeigen Tracks wie „Natural“ oder „Reflection“ aber auch Jungles Talent, Gesang isolierter in Sound zu platzieren. Bei den „Reflection“-Lyrics geht es darum, jemanden an sein eigenes Spiegelbild zu verlieren und zu beobachten, wie jemand langsam in seiner eigenen Eitelkeit verschwindet und von sich selbst verschlungen wird, ist die Produktion zurückhaltender und weitläufiger.

Hoffnung, Verbundenheit und eine Bucht von Licht

Insgesamt behandelt „Sunshine“ Themen von Hoffnung, Verbundenheit und das Finden von Licht. So beschreiben die Tracks auch weniger einen tatsächlichen Zustand, sondern vielmehr ein Gefühl. Das Gefühl, an einen Ort transportiert zu werden, den man vielleicht schon die ganze Zeit in sich herumgetragen hat. Ein Ort, der auf bessere Tage hoffen lässt. Mit Licht und Energie, die einen wohlfühlen und entspannen lässt – wie eine versteckte Bucht.

Jungle setzen uns mit „Sunshine“ eine Sonnenbrille auf, die alles in warme, sanfte Töne taucht. Während „Volcano“ mit vorantreibenden Instrumentals vermutlich die explosivste Jungle-Platte ist, bildet „Sunshine“ nun die Ruhe nach der Explosion. Die Ausgewogenheit gibt dem Selbstvertrauen des neuen Albums einen ruhigen, freiatmenden Sinn. So bilden die elf Songs eine organische Wärme, die sich musikalisch und emotional durch das gesamte Album durchzieht.

Künstler*innen: