PEOPLE Festival 2026: 180 Künstler*innen, 40 Studios, kein Line-up

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Braucht Musik heute wirklich noch dieses ganze Festival-Konstrukt? Während sich große Festivals seit Jahren an Sponsorings, algorithmischen Bookings und minutiös getakteten Zeitplänen orientieren, setzt das PEOPLE Festival seit 2016 auf das komplette Gegenteil. Nach einer langen Pause kehrt es im Oktober 2026 ins Funkhaus Berlin zurück.

Am 10. und 11. Oktober 2026 öffnet das historische Funkhaus seine Türen für das Publikum, wo die Künstler*innen auf elf Bühnen in zwölf Stunden täglich insgesamt etwa 200 Premieren spielen. Niemand kauft ein Ticket für einen bestimmten Namen, sondern für das Prinzip des gemeinsamen Kreierens. Das Festival funktioniert bewusst ohne vorher festgelegtes Line-up, ohne Zeitplan, ohne Hierarchien, ohne Künstlerhonorare und ohne finanzielle Gewinne, wobei sämtliche Ticketeinnahmen ausschließlich der Kostendeckung dienen.

Was passiert, wenn Spontanität zur Methode wird?

Die fast zweihundert internationalen Musiker*innen aus unterschiedlichsten Hintergründen versammeln sich ab dem 4. Oktober im historischen Rundfunk- und Aufnahmezentrum der ehemaligen DDR, wo sie in rund vierzig Studios in ständig wechselnden Konstellationen improvisieren, komponieren und neue Musik entstehen lassen.

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Diese Woche ohne Erwartungsdruck und kommerziellen Zwang bildet das eigentliche Herzstück des Konzepts. Besucher*innen wissen erst, was sie erwartet, wenn sie vor der Bühne stehen und das Licht angeht. Jede Performance ist eine Premiere und wird genau so niemals wieder stattfinden.

Wo alte Studioakustik auf neue Kollaboration trifft

Das Funkhaus mit seinen Studios unterschiedlichster Größe und seiner außergewöhnlichen Akustik wird weltweit für seine hervorragenden Aufnahmebedingungen gerühmt. Genau dieser historische Ort bietet die perfekte Kulisse für eine Idee, die schon immer gegen den Strich gehen wollte.

Das Festival wurde von einem Freundeskreis rund um Aaron und Bryce Dessner von The National, Justin Vernon von Bon Iver sowie den Hotelbetreibern Nadine und Tom Michelberger ins Leben gerufen. Glaubst du, dass Musik unter Zeitdruck und ohne kommerzielle Erwartungen ehrlicher klingen kann?


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