24 – Fünf Gefühle, ein Jahr, ein Künstler

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Mit seiner neuen EP „24“ öffnet Batuhan Kanay ein sehr persönliches Kapitel seines künstlerischen Weges. Fünf Songs, fünf Emotionen – und ein Sound, der zwischen Rap, Afropop, Nostalgie und modernem Storytelling pendelt. Der 24-jährige Künstler aus St. Gallen blickt auf ein Jahr voller Wachstum, Reflexion und intensiver Erfahrungen zurück – musikalisch wie menschlich.

Im Interview spricht Batuhan Kanay über Erfolg und Druck, Authentizität im Sound, seine Arbeit abseits der Musik und darüber, warum „24“ mehr ist als nur eine weitere EP: Es ist eine ehrliche Momentaufnahme seines Lebens. Als erstes haben wir ihn gefragt ob er sich kurz vorstellen kann.

Ich bin Batu, frisch 24 Jahre alt und komme aus St. Gallen in der Schweiz. Ich bin ein Mensch, der gerne reflektiert, beobachtet, über sich hinauswächst und anderen Freude bereitet. Ich werde von einem sehr starken freundschaftlichen und familiären Umfeld begleitet – genauso wie von Dutzenden Fans, die jeden Schritt mit mir gehen. Das prägt mich aktuell am meisten.

BANDUP: Deine EP „24“ wirkt sehr persönlich, aber auch reflektiert. In welchem Moment hast du gemerkt, dass sich dein Blick auf dich selbst verändert hat?

Batuhan Kanay: Es gab keinen spezifischen Moment. Alles ist mit dem Wachsen, Älterwerden und Reiferwerden passiert. Irgendwann kam der Punkt, an dem ich gemerkt habe, dass ich sehr viele Gefühle in mir trage und dass ich älter werde. Ich wusste: Ich muss einige dieser Gedanken und Emotionen zu Papier bringen. So entstand die Idee zur EP „24“ für mein frisch erreichtes 24. Lebensjahr.

Fünf Songs – fünf Gefühle – fünf Kapitel aus meinem Leben.

Selbstreflexion und Erwartungsdruck

BANDUP: Viele Artists sprechen davon, dass Erfolg Dinge vereinfacht – andere sagen, er macht vieles komplizierter. Wie erlebst du das gerade für dich?

Batuhan Kanay: Ich sehe mich nicht als „großen Artist“ mit „riesigem Erfolg“. Aber ich kann mit Stolz sagen, dass ich für meine Größe schon viele Meilensteine erreicht habe. Erfolg macht für mich weder alles einfacher noch schwerer. Er ist eher eine Bestätigung dafür, dass ich auf dem richtigen Pfad bin. Gleichzeitig bedeutet das aber auch, dass ich weiterhin Gas geben muss – und das kann sehr anstrengend sein. Am Ende ist ein Job eben ein Job.

BANDUP: Neben Musik: Was gibt dir im Alltag Halt, wenn es mal nicht um Studio, Releases oder Social Media geht?

Batuhan Kanay: Ich bin hauptberuflich als Leitung in einer Kita tätig. Gelernt habe ich den Beruf Fachmann Kinderbetreuung, und ich arbeite mittlerweile seit sechs Jahren in einer Kita. Diese Arbeit erdet mich sehr und gibt mir im Alltag viel Halt.

BANDUP: Du bewegst dich soundlich zwischen Rap, Afropop und modernen Einflüssen. Wie wichtig ist dir Freiheit in deinem Sound – und wo setzt du dir bewusst Grenzen?

Batuhan Kanay: Freiheit ist mir extrem wichtig. Klar habe ich meine Nische – Pop, R&B und Rap – aber ich experimentiere sehr gerne mit verschiedenen Artists und Genres. Eine klare Grenze bzw. ein Tabuthema ist für mich, Texte zu machen, die nicht authentisch sind oder Menschen zu objektivieren. Ich finde, Authentizität macht einen Künstler aus. Und genau das möchte ich sein: authentisch, so wie ich bin.

Freiheit, Verantwortung und neue Ziele

BANDUP: 2026 hat gerade begonnen: Gibt es etwas, das du dir für dieses Jahr ganz konkret vorgenommen hast – musikalisch oder persönlich?

Batuhan Kanay: Freunde, dieses Jahr wird spannend! Wir gehen als Gast auf Tour – der Künstler wird noch bekannt gegeben. Wir spielen in Deutschland, der Schweiz und Österreich. Außerdem wird das Jahr von vielen internationalen Features und einer Menge Singles geprägt sein. Seid gespannt.

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BANDUP: Rückblickend auf die letzten Monate: Gab es einen Moment, der dich besonders geerdet hat oder deine Perspektive verändert hat?

Batuhan Kanay: Auf jeden Fall. Nach der EP-Produktion habe ich von meinem Management zwei Wochen Detox-Pause bekommen, weil ich mich über sechs Monate hinweg trotz 100%-Kita-Anstellung komplett überarbeitet habe. In dieser Zeit habe ich gemerkt, dass meine psychische und physische Gesundheit das Wichtigste ist. Ich habe sie vernachlässigt – und wenn ich nicht funktioniere, funktioniert das ganze Konstrukt nicht.

BANDUP: Viele deiner Texte handeln von Ambitionen, inneren Konflikten und Nähe. Wie viel davon entsteht spontan – und wie viel ist bewusst geplant?

Batuhan Kanay: Vieles ist bewusst geplant. Ich mache Songs, die Themen oder Handlungen aus meinem Leben widerspiegeln. Jeder Song ist eine Reflexion eines Moments oder eines Ereignisses, das ich erlebt habe. Für mich ist jeder Song eine Verarbeitung dessen, was in meinem Leben passiert ist.

Was am Ende wirklich zählt

BANDUP: Wenn du „24“ später selbst hörst: Was soll für dich hängen bleiben, unabhängig von einzelnen Songs oder Zahlen?

Batuhan Kanay: Das Gefühl von Echtheit. Diese Platte ist die stärkste, die ich je gemacht habe – Geschichten, Emotionen, wahre Texte. Wenn ich sie später wieder höre, möchte ich sagen können: „Batu, ich bin stolz auf dich.“ Nicht nur wegen des musikalischen Wachstums, sondern auch wegen des menschlichen.

BANDUP: Zum Abschluss – ganz klassisch: Hast du noch eine Song- oder Artistempfehlung, die man aktuell unbedingt hören sollte?

Batuhan Kanay: Okay, okay, da gibt es viele! Aber ich muss ehrlich sagen: Es gibt eine Sängerin aus der Schweiz, die einen unglaublich starken Sound macht – und ich kann mit Stolz sagen, dass sie eine sehr gute Freundin von mir ist. Ein bestimmter Song läuft bei mir aktuell jeden Tag mindestens einmal:

Mimi Greene – Growing Pains

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