„Slap On The Wrist“: GIRLI verwandelt Wut in ihren bisher härtesten Song

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Die britische Alt-Pop-Künstlerin GIRLI veröffentlichte am Freitag ihre neue Single „Slap On The Wrist“ – einen Track, der sexuelle Belästigung und die strukturellen Versäumnisse des Rechtssystems beim Namen nennt. Der Song ist mehr als eine Anklage: Er gibt der alltäglichen Angst von Frauen eine Stimme und verwandelt Wut in einen kompromisslosen Protestsong.

In den Lyrics wie „I got my keys in my fist just in case he persists“ oder „all that I want is the right to exist, all that I want is to walk with no risk“ wird die Realität schonungslos auf den Punkt gebracht. GIRLI selbst erklärt: „Der Song thematisiert, wie Täter sexualisierter Gewalt oft mit einem sprichwörtlichen Klaps auf die Finger davonkommen, während Betroffene mit Schuldzuweisungen und der anhaltenden Angst leben müssen.“

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Musikvideo zeigt reale Erfahrungen

Das Musikvideo, entstanden in Zusammenarbeit mit der Anti-Gewalt-Plattform Cheer Up Luv, basiert auf echten Erlebnissen und echten Orten. Jede Szene ist mit Vorname und Alter der betroffenen Person untertitelt – eine bewusste Entscheidung, um die Universalität dieser Erfahrungen sichtbar zu machen.

Der Cast aus weiblichen und trans Schauspieler*innen unterstreicht, dass geschlechtsbasierte Gewalt Menschen über unterschiedliche Identitäten hinweg betrifft. Am Ende des Videos werden nüchterne Statistiken zu Belästigung und Gewalt gegen Frauen eingeblendet – Zahlen, die das Ausmaß der Problematik deutlich machen.

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Neue Ära ohne Hochglanz

„Slap On The Wrist“ folgt auf GIRLIs Single „Better Undressed“ und läutet ein neues Kapitel ein: weniger Glanz, mehr Direktheit. Die LGBTQ+-Künstlerin, die mit ihrem zweiten Album „Matriarchy“ bereits gesellschaftliche Themen aufgriff, fokussiert sich nun auf rauere, ungefilterte Sounds.

Für jeden Pre-Save der Single spendete GIRLI einen Teil der Erlöse an die Organisation Right To Be, die sich weltweit gegen Belästigung im öffentlichen Raum einsetzt. Bleibt die Frage: Wie viele Songs wie dieser braucht es noch, bis sich wirklich etwas ändert?

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