Ayda Rastgoo veröffentlicht Single „Ausradieren“: Ein Wort ändert alles
Ayda Rastgoo hat ihre neue Single „Ausradieren“ veröffentlicht, einen deutschsprachigen Popsong über das Ende der ersten Liebe und die Zeit danach. Das Spannendste passiert ganz am Schluss. In der allerletzten Zeile tauscht sie genau ein Wort aus, und das reicht, um dem ganzen Song nachträglich eine andere Richtung zu geben.
Wer vorher abschaltet, verpasst also genau die Pointe, um die sich in diesem Song eigentlich alles dreht. Bis dahin hört man jemanden, der loslassen will und gleichzeitig an jedem kleinen Detail der gemeinsamen Zeit hängen bleibt. Das offizielle Musikvideo hat Ayda Rastgoo für den Tag nach dem Release um 12 Uhr auf YouTube angekündigt, die Bilder zur Geschichte folgen also direkt.
Kino, Gleis drei, Lichter aus
Der Text arbeitet mit kleinen Szenen. Statt großer Gefühlswörter gibt es einen leeren Kinosaal, den Kopf an der Schulter des Gegenübers und später Gleis Nummer drei, an dem nur noch ein Schatten vorbeizieht. Irgendwann steht sie vor dem Haus dieser Person, doch alle Lichter sind aus.
Hängen bleibt vor allem das Bild mit Tetris: Das Gegenüber legt ihr Steine in den Weg, sie drückt trotzdem auf Replay, obwohl kein Spiel unendlich läuft. Sie will die Bilder retuschieren und wartet gleichzeitig heimlich auf eine Nachricht. Klingt für mich nach jemandem, der beim Löschen der Fotos jedes einzelne noch einmal ganz genau anschaut, bevor er wirklich auf den Papierkorb tippt.
Ayda Rastgoo tauscht am Schluss ein Verb
Im Refrain wiederholt sie, dass sie das Gegenüber ausradieren will, dazu die Hoffnung, die Ausfahrt nicht zu verpassen oder es wenigstens hassen zu lernen. Ganz am Schluss wird daraus „Ich kann dich ausradieren“. Für mich ist genau das der Moment, in dem aus einem Wunsch eine Entscheidung wird, nach einem Loslassen in Zeitlupe samt aller Rückfälle.
Diese Person war für sie der Erste, das erklärt den langen Anlauf. Geschrieben hat die 21-jährige Pianistin aus Hamburg den Song mit Nico Rosseburg, es ist der letzte Release des Jahres in ihrem Deutschpop-Projekt, das im Dezember 2025 mit „110 km/h“ startete. Und ihr so: Hat das Ausradieren bei euch schon mal geklappt, oder schaut ihr auch noch nach, wann die Person zuletzt online war?
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