LARA veröffentlicht Debüt-EP „nie zufrieden ep“: trifft das die Gen Z?

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Wer ständig nach Erfüllung sucht, findet sie nie. Das ist kein Ratgeber-Kalenderspruch, sondern die bittere Erkenntnis einer Generation, die trotz allen Privilegs oft nicht ankommt. Die Berliner Musikerin LARA macht daraus jetzt sieben Songs, die genau diesen Widerspruch aushalten.

Ihre Debüt-EP „nie zufrieden ep“ erscheint heute, am 21. August 2026. Auf Liedern bewegt sie sich zwischen sommerlicher Leichtigkeit und melancholischer Schwere, zwischen Fomo und dem Wunsch, einfach mal zu bleiben. Das beste Beispiel für Fomo ist ihr neustes Urlaubs-Reel auf Instagram.

Schlachtensee und Selbstzweifel

Die Musik schwankt zwischen lo-fi Beats und akustischen Gitarren. Stimmlich bleibt LARA nah, fast intim. Auf „herz ist voll“ singt sie von rosa Himmeln, Sommergeruch und einem Kribbeln, das niemand haben wollte. Die Zeile „Ist alles cool, aber schau mich nicht so an mit deinen viel zu grünen Augen“ fängt ein, was viele kennen: Gefühle, die nicht passen dürfen, aber trotzdem da sind.

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Der Titelsong „zufrieden“ wird zur Abrechnung mit sich selbst. LARA zählt auf, was sie hat: Zuhause, Gesundheit, Eltern, Freund*innen, Sonnenaufgänge. Und trotzdem schämt sie sich für ihre Traurigkeit, weil sie doch so privilegiert ist. Das ist kein Jammern, sondern ehrliche Selbstreflexion einer Generation, die gelernt hat, Dankbarkeit zu performen, statt Gefühle zuzulassen.

Pepe hellgrün und das Gegengift zur Vergänglichkeit

Während Songs wie „sterne sehen“ die Überforderung des Großstadtlebens thematisieren, setzt „pepe hellgrün“ einen Gegenpol. Hier geht es nicht ums nächste Event, sondern ums Hierbleiben. Der Track feiert Loyalität und Beständigkeit in einer Welt, die beides für uncool hält. „Ich hab Lust zu feiern, aber nur zu zweit“. Radikaler kann man sich der Fomo-Kultur kaum verweigern.

Auf „alles was ich hab“ worüber wir bereits berichtet haben und „ich lieb was, was du nicht liebst“ wird es düsterer. Beide Songs handeln von Menschen, die man nicht retten kann, egal wie sehr man sich aufopfert. Das eine Mal in einer toxischen Beziehung, das andere Mal bei jemandem, der sich selbst nicht lieben kann. LARA singt das ohne Drama, aber mit einer Verzweiflung, die spürbar bleibt. Die EP löst ihre Anfangsthese nicht auf, sie bestätigt sie: Zufriedenheit ist kein Ziel, sondern ein ständiger Balanceakt. Und vielleicht ist genau das okay. Was macht euch zufrieden, wenn ihr alles habt, was ihr braucht, aber trotzdem etwas fehlt?

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