Mamoré veröffentlichen „Ich hol dich da raus“ mit Future Franz und kündigen Album an

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Die Thüringer Band Mamoré liefert mit ihrer neuen Single „Ich hol dich da raus“ eine Art emotionalen Rettungsanker in Zeiten, in denen geteiltes Leid tatsächlich halbiert werden sollte. Krise reiht sich an Krise, und wer noch etwas fühlt, läuft permanent Gefahr, unter der Last des Weltschmerzes zusammenzubrechen. Die neue Single ist via Eintracht Pankow erschienen. Auf dem Song ist ein Feature mit Future Franz und die Single soll zugleich der nächste Vorgeschmack auf das Album „<3“ sein, welches am 27. November 2026 veröffentlicht wird.

Der Song klingt nach einem Versprechen, das man einlösen will, aber vielleicht nicht kann. Die Synthie-Melodien schimmern in einem Hall, der an New Wave und Neue Deutsche Welle erinnert, während die Stimme von Sänger Eric zwischen opernhafter Überbetonung und rauer Direktheit changiert.

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Was genau will dieser Song?

Die Message von Mamoré ist simpel und doch radikal: aufhören, sich mit negativen Gedanken allein zu lassen, aus Angst, anderen zur Last zu fallen. Das zugehörige Video, bei dem unter anderem Erics Oma mitwirkt, visualisiert diese Botschaft mit liebevoller Direktheit und zeigt, dass Fürsorge keine Pose sein muss.

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Die Produktion, die gemeinsam mit Willi Sieger entstand, vereint poppige Eingängigkeit mit dem ungeschliffenen Punkgeist, der die fünf Musiker aus Thüringen antreibt. Paul, Eric, Mike, Alex und Jona haben verstanden, dass Dosenbier und Empathie keine Gegensätze sein müssen.

Und wo bleibt die Ironie?

Zwischen romantischen Texten und theatralischem Pathos bleibt bei Mamoré immer die Frage: Meinen die das ernst? Die Antwort ist vermutlich: Ja, aber mit einem Augenzwinkern, das niemals zynisch wird. Seit ihrer Gründung 2019 bewegen sich die fünf zwischen Drama und Behaglichkeit, zwischen Herzschmerz und Selbstironie, ohne jemals die Balance zu verlieren.

Was als Home-Experiment der Freunde Eric und Paul begann, führte über Kellerclubs und das Fusion-Festival zu ihrem zweiten Studioalbum. „Ich hol dich da raus“ ist kein Heilsversprechen, sondern ein ausgestreckter Arm. Und vielleicht ist das, was die Welt gerade braucht, genau das: keine großen Gesten, sondern das schlichte Angebot, füreinander da zu sein.

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