Trettmann kündigt sechstes Album „Stadt aus Gold“ an: neuer Sound und unerwartete Features
Kann ein Künstler mit über fünfzig Jahren ernsthaft noch einmal bei null anfangen, ohne dass es peinlich wird? Trettmann, geboren als Stefan Richter, beweist mit „Stadt aus Gold“, dass diese Frage den Falschen trifft. Für ihn ist Neuanfang keine Entscheidung, sondern Biografie.
Aufgewachsen in Karl-Marx-Stadt, pendelnd zwischen Chemnitz, Leipzig, Berlin und Kingston, sortierte sich sein Leben immer wieder neu. Nach dem Ende der KitschKrieg-Ära brachte er zunächst die EP-Reihe „Your Love Is King“ heraus, auf der er zu einer entspannten, farbenfrohen Leichtigkeit fand.
Unvorhergesehene Features
„Stadt aus Gold“ trägt Trettmann nach eigener Aussage seit gefühlt einem halben Leben mit sich, konkret aufgenommen wurde das Album während der vergangenen zwei Jahre. Dafür suchte er gezielt die Zusammenarbeit mit Künstler*innen die man auf den ersten Blick nicht direkt mit ihm in Verbindung bringen würde. Mit Jimmy Torrio, Stoopid Lou und den Waters-Zwillingen holte er New-School-Rage-Experten ins Studio, die unter anderem für Souly, Ufo361 und Juju gearbeitet haben. Hinzu kamen Sessions mit dem Afrobeat-Produzentenkollektiv bees & honey, das mit WizTheMc an dessen Streaminghit „Show Me Love“ beteiligt war.
„Meine alte Welt liegt in Scherben„
Die Eröffnungszeile „Hinter mir verbrannte Erde, meine alte Welt liegt in Scherben“ ist Programm, ohne drüber zu sein. Das Grau der KitschKrieg-Jahre ist ebenso passé wie das Bunt der jüngeren Veröffentlichungen, die Melodien wärmen, doch unter ihnen liegt ein leiser Schauer.
„Stadt aus Gold“ erscheint am 22. Januar 2027 und ist ab sofort vorbestellbar. Ab März 2027 führt die gleichnamige Tour Trettmann mit neun Terminen durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Tickets gibt es ab sofort bei Krasser Stoff und ab Montag, den 28. September 2026, um 17 Uhr bei Eventim und allen weiteren bekannten VVK-Stellen.
Der Neuanfang ist also keine Frage des Alters, sondern des Muts, immer wieder auf’s Neue aufzuhören. Was glaubt ihr: Sollte man irgendwann aufhören aufzuhören?
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