Fotografin: Sofía Ramírez

Barbara Cuesta, halb Deutsche, halb Spanierin, hat in den letzten Jahren mit Hingabe an ihrem neuesten Album gearbeitet – eine Art modernes „Hejira„. Wie Joni Mitchell erzählt sie Geschichten von Reisen, von der Suche nach einem Ort der Zugehörigkeit. Euforia“ steht für die Freude darüber, dass das Nachhausekommen endlich möglich ist. Doch dieses Album geht weit über das Persönliche hinaus. Wir arbeiten es hier einmal durch und geben etwas Knowledge über die Hintergründe.

Poetisch und Politisch: „EUFORIA“ als Manifest

Barbara Cuesta, eine selbstbewusste queere Singer-Songwriterin, hat in „EUFORIA“ zehn Songs versammelt, die musikalisch von Künstlerinnen wie Joni Mitchell, Tori Amos und Adrianne Lenker inspiriert sind, aber dennoch einzigartig sind. Als Frau im Musikbusiness hat sie eine beeindruckende Entwicklung durchgemacht, vom Indie-Pop-Nachwuchstalent mit Major-Label-Vertrag zur Label-Inhaberin und poetischen Folk-Singer-Songwriterin. „EUFORIA“ ist ein Album, das gehört werden will, da es leise, aber konsequent die Perspektiven queerer, weiblicher, nicht-binärer Menschen und Migrant*innen in den Fokus stellt.

Vor rund zwei Wochen hatte sie das Album auf Instagram angekündigt und das Album-Cover präsentiert.

Vielfalt in Musik und Produktion

Cuesta legt besonderen Wert auf die Teilhabe aller Geschlechter, sexuellen Orientierungen und Migrationshintergründe in der Musikproduktion. Ihr Ansatz geht über die inhaltlichen Aspekte des Albums hinaus, denn es geht um die Förderung von Diversität und Solidarität. EUFORIA“ ist nicht nur ein Album, sondern auch eine Plattform, auf der Menschen durch Musik und Produktion selbst sprechen können.

Leisen Pfoten durch gläserne Wände

In ihren zehn Tracks durchbricht Cuesta mit ihrem musikalischen Team gläserne Wände von Rassismus, Klassenunterschieden und Geschlechterstereotypen. Die Songs sind poetisch und politisch, und obwohl die Botschaft nicht laut aufdrängt, ist „EUFORIA“ ein wichtiges Album, das es zu entdecken gilt. Es bietet sparsam instrumentierten, akustischen Indie-Folk mit magischen Melodien und filigranen Texten, die eine lebendige Welt erschaffen. Jetzt aber genug Infos, hören wir doch einmal direkt rein.

Von der Trauer zur Euphorie: „Leo from a Distance“

Das Herzstück der Platte ist der Song „Leo from a Distance, der aus einem persönlichen Schicksal heraus geboren wurde. Cuesta spielte das Gitarren-Picking, als sie um ihren Vater trauerte. Dieses Instrumentalstück wurde zu einer berührenden Ode an ihren Vater und bildet den Höhepunkt von „EUFORIA„.

Falls du dich auch für das Singen oder Instrumente spielen interessierst, informiere dich gerne hier.

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Cuesta schrieb den Großteil des Albums in ihrem abgelegenen Haus in Asturien, Spanien. Hier ließ sie die Songs entstehen, renovierte das Haus und arbeitete mit einem vielfältigen Team an den Aufnahmen. Jeder Song erzählt eine Geschichte, die ihre Haut und ihre Seele berührt hat, sei es über Energie-Vampire oder die Freude am Kochen.

Sprachliche Vielfalt

Die Sprache ist eine weitere Facette von „EUFORIA„. Cuesta verwebt Englisch, Deutsch und Spanisch in den Texten, was dem Album eine vielschichtige Klammer verleiht. Dieses Album ist eine künstlerische Reise, die es zu erkunden gilt. „EUFORIA“ ist eine lebendige, vielseitige Erfahrung, die gehört und erlebt werden sollte.

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Autor*in

Ich bin mit Leidenschaft dabei, die neuesten Singles, EPs und Alben zu erkunden und zu analysieren. Hier teile ich meine Einblicke und Wissen über aufstrebende Künstler*innen und Bands.