Tove Styrke veröffentlicht „Sunflower“ – Liebeslied als Selbsterkenntnis

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Kann ein Liebeslied gleichzeitig ein Abschied vom eigenen Selbstbild sein? Tove Styrke liefert mit „Sunflower“, der neuesten Single ihres im November erscheinenden Albums „I thought this story wasn’t about me“, ein intimes Porträt der Verletzlichkeit, das sich erst auf den zweiten Blick als das entpuppt, was es wirklich ist. Die schwedische Künstlerin veröffentlicht den Track heute als weiteren Vorboten ihres fünften Studioalbums, das am 6. November via Sony Music Sweden erscheint.

„Sunflower“ entstand nach Tove Styrkes eigenen Worten wie eine spontane Eingebung, nachdem der Song lange Zeit im Hintergrund schwebte, bevor er innerhalb weniger Stunden im Studio fertiggestellt wurde. Die zentrale Zeile „I turn to you like a sunflower turns to the sun“ beschreibt die bedingungslose Hinwendung zu einem geliebten Menschen, doch erst ihre Partnerin enthüllte die wahre Bedeutung des Tracks, als sie sagte: „Du hast ein Lied für unsere Tochter geschrieben.“ Das Video zur Single ist ab sofort verfügbar.

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Ein Album, das seine Schöpferin entlarvt

Das gesamte Album wurde ausschließlich mit analogen Synthesizern aus den 1970er- und 1980er-Jahren, Live-Drums und E-Bass aufgenommen, wobei vollständig auf Samples verzichtet wurde. Klanglich orientiert sich „I thought this story wasn’t about me“ an einem breiten Spektrum von Referenzen, das von Kraftwerk und Laurie Anderson über LCD Soundsystem bis hin zu Adrianne Lenker reicht.

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Die bewusst filmische Ästhetik des Albums spiegelt Tove Styrkes Intention wider, eine Geschichte zu erzählen, die sich anfangs wie die Beobachtung einer fremden Figur anfühlte, sich jedoch als Auseinandersetzung mit ihrem eigenen Leben entpuppte.

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Wenn Gartenarbeit zur Inspiration wird

Tove Styrkes künstlerische Transformation der vergangenen Jahre wurde maßgeblich durch ihre Ausbildung zur biodynamischen Gärtnerin und das Muttersein geprägt, was sie selbst als ebenso einflussreich beschreibt wie jedes Kunstwerk zuvor. „Ehrlich gesagt ist es mir inzwischen völlig egal, was andere über mich denken“, sagt sie über die Befreiung, die diese Veränderungen mit sich brachten.

Parallel zu diesem Album gründete sie mit ihrer Partnerin Sanna Sikborn Erixon die politische Rockband Året Var, die auf Schwedisch singt und im September ihr Debütalbum veröffentlichen wird. Am Ende löst sich die These auf: „Sunflower“ ist kein Liebeslied im klassischen Sinne, sondern ein Dokument darüber, wie Kunst erst dann authentisch wird, wenn man aufhört, sich hinter Beobachtungen zu verstecken, und sich selbst als Teil der Geschichte akzeptiert. Wie verändert sich eure Wahrnehmung eines Songs, wenn ihr erfahrt, dass er eine völlig andere Bedeutung hat als ursprünglich gedacht?

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