total tommy: Neue Single „Winona Forever“ aus London-Sessions

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Was passiert, wenn man sich selbst verliert, weil die Umgebung einen formt? Jess Holt aka total tommy stellt in ihrer neuen Single „Winona Forever“ die These auf, dass Identität keine Konstante ist, sondern sich je nach geografischer und emotionaler Entfernung verändert. Die Künstlerin aus Sydney greift dabei auf ein ikonisches Bild von Winona Ryder zurück, um zu zeigen, wie schnell Menschen in der Anonymität einer Großstadt zu bloßen Schatten ihrer selbst werden können.

„Winona Forever“ entstand innerhalb von nur vier Stunden am letzten Tag einer Writing Session in London und fängt jenes Gefühl der Entwurzelung ein, das durch Distanz und ein Leben über verschiedene Zeitzonen hinweg entsteht. total tommy selbst beschreibt die Inspiration als visuellen Moment: „Ich hatte ein Bild von Winona Ryder gesehen, auf dem sie auf einem Fahrrad vor einem Wohnblock mit Hochhäusern sitzt. Diese Bildsprache hat mich sehr inspiriert – die Vorstellung, wie klein wir alle in der Weite einer Stadt sind.“

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Wie sich Kunst entfaltet

Während ihrer Zeit in London entstanden die Songs aus einer Mischung aus Einsamkeit, langen Spaziergängen von Hackney ins Stadtzentrum und einer intensiven Auseinandersetzeidung mit Filmen der 1990er-Jahre, besonders mit der Filmografie von Winona Ryder.

Mit der Zeit wurde die Liebe zum Kino immer größer und Jess fühlte sich, als wäre sie bei ihrer Reise selbst in einem Film. Und genau so verbinden sich künstlerische Wahrnehmungen und Werke. Filme, Musik, Verwandlung, Nostalgie und Träume. Dafür leben wir doch, oder?

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Wer bist du, wenn dich niemand kennt?

Am Ende löst sich die These von total tommy nicht vollständig auf, sondern bleibt als offene Frage im Raum stehen: Verlieren wir unsere Identität tatsächlich, wenn wir uns von unseren Wurzeln entfernen, oder finden wir dadurch erst heraus, wer wir wirklich sind? „Winona Forever“ ist vielmehr ein Zwischenstand oder eine ehrliche Bestandsaufnahme zwischen zwei Kontinenten und zwei Versionen von sich selbst.

Die Single zeigt eine Künstlerin, die nicht nur geografisch, sondern auch emotional auf Reisen ist und dabei den Mut hat, die Unsicherheit dieser Bewegung nicht zu verbergen. Was glaubt ihr: Verändert uns die Stadt, in der wir leben, oder zeigt sie nur, wer wir schon immer waren?

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