Warum gab es einen Besucher*innenrekord beim Pop-Kultur Festival 2026 in Berlin?

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Richtig gelesen. Das Pop-Kultur Festival 2026 hat dieses Jahr einen neuen Besucher*innenrekord aufgestellt! Am Sonntagabend ist die zwölfte Ausgabe des Berliner Festivals mit Konzerten von múm sowie Anushka Chkheidze & Robert Lippok im Pierre Boulez Saal zu Ende gegangen.

Erstmals erstreckte sich das Pop-Kultur Festival über sieben Tage vom 24. bis zum 30. August und verteilte sich auf drei Kieze in Berlin. Insgesamt kamen rund 11.000 Besucher*innen zu etwa 120 Veranstaltungen zusammen, darunter Live-Konzerte, DJ-Sets, Talks und Special Events. Der Festivalsamstag war komplett ausverkauft. Für die Veranstaltenden trotz immer weiterer Kulturkürzungen also ein voller Erfolg.

Eine Kulturbrauerei allein reicht längst nicht mehr

Musikalisch hatte die Festivalwoche einiges zu bieten: The Notwist, Bar Italia, Avalon Emerson & the Charm, Sophia Kennedy, deBasement und Boko Yout gehörten zu den Acts, die das Programm prägten. Wir von BANDUP waren selbst vor Ort und hatten dabei vor allem zwei persönliche Highlights: Grenzkontrolle und Jassin. Gerade solche Konzerte zeigen für uns, warum Pop-Kultur trotz Talks, Installationen und Diskursformaten im Kern weiterhin auch ein Musikfestival ist.

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Das dezentrale Konzept funktioniert aus unserer Sicht dabei erstaunlich gut. Natürlich bedeutet der Wechsel zwischen Prenzlauer Berg, Wedding, Kreuzberg und Mitte auch mehr Planung. Gleichzeitig verändert sich dadurch aber der Charakter des Festivals. Statt drei Tage fast ausschließlich auf einem Festivalgelände zu verbringen, wird Pop-Kultur stärker zu einem Streifzug durch die Berliner Musik- und Kulturszene. Gerade für ein Festival, das sich nicht nur als Konzertveranstaltung, sondern als Plattform für Popkultur versteht, passt dieser Ansatz. Viele der rund 120 Events waren dabei kostenlos zugänglich. Dieses Jahr kooperierte das Pop-Kultur-Festival zudem mit neuen Partnern, darunter das KW Institute for Contemporary Art, Bandcamp, re:publica sowie mit Musikunternehmen wie !K7, Sinnbus und der Booking-Agentur von der haardt.

Early-Bird-Tickets für 2027 jetzt verfügbar

Nach sieben Festivaltagen bleibt für uns vor allem hängen, dass die größere räumliche Verteilung Pop-Kultur tatsächlich gutgetan hat. Nicht jede Location wird für jede Besucher*in praktisch sein, aber gerade die Mischung aus klassischen Konzertorten, Clubs und Kulturinstitutionen macht das Festival interessanter als ein gewöhnliches Wochenende mit mehreren Bühnen an einem Ort. Und musikalisch? Zwischen großen und kleinen Namen und zahlreichen kleineren Entdeckungen waren es für uns am Ende ausgerechnet Grenzkontrolle und Jassin, die besonders in Erinnerung geblieben sind. Genau für solche Momente feiern wir Innerstädische Festivals.

Die kommende Ausgabe des Pop-Kultur Festivals findet Ende August 2027 statt. Der Early-Bird-Ticketverkauf hat bereits begonnen. Ein Weekend-Pass für den 27. und 28. August 2027 kostet 45 Euro.

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