María Zardoya startet Solo mit „Melt“ – ihr Debüt als Not for Radio
María Zardoya veröffentlicht unter dem Namen Not for Radio ihr Solo-Debütalbum „Melt“. Die Frontfrau von The Marías zeigt damit eine neue, experimentelle Seite von sich – losgelöst vom vertrauten Sound ihrer Band, offen für Unvorhersehbares. „Melt“ entstand im Januar 2025 in den Flying Cloud Recordings im US-Bundesstaat New York, gemeinsam mit den Produzenten Sam Evian und Luca Buccellati. Weit weg von Großstadtlärm und Tourleben nahmen die drei in einem abgeschiedenen Studio auf – ohne Plan, dafür mit offenen Ohren. Das Ergebnis: zehn Songs voller Intimität, Dunkelheit und Wärme, die klingen, als wären sie direkt aus einem Traum aufgenommen. María beschreibt das Projekt auf Instagram als spontane Entdeckungslust: „Musik einfach aus Freude am Experimentieren – fern von zu Hause, ganz im Moment.“
Der Sound erinnert an die späten 70er, gleichzeitig fühlt er sich zeitlos an. Thematisch dreht sich das Album um Liebe, Vergänglichkeit und das Gefühl, sich in etwas zu verlieren, das größer ist als man selbst. Dass es in der Abgeschiedenheit entstanden ist, spürt man in jeder Note – die Songs atmen Ruhe, während sie emotional aufwühlen.
Ein Rückzug mit Ansage
María Zardoya beschreibt ihr Soloalbum als persönliche Erweiterung – nicht als Abgrenzung von The Marías, sondern als Ergänzung. Sie schreibt: „Ich wollte mich selbst herausfordern und ein Projekt schaffen, das auf eine andere Weise bei mir Anklang findet. Jeder von uns hat viele Facetten, und das hier ist eine weitere davon – eine weitere Blume in meinem Garten.“ . Während Songs wie „My Turn“ und „Swan“ fast meditativ wirken, öffnet „Vueltas“ mit spanischen Einflüssen eine neue Klangfarbe.
Dass Zardoya sich diese künstlerische Freiheit jetzt nimmt, überrascht kaum. Mit The Marías gelang ihr 2024 der internationale Durchbruch. Außerdem arbeitete sie mit Größen wie Bad Bunny, Selena Gomez und Benny Blanco und wurde bei den MTV Video Music Awards als Best Alternative und Best New Artist nominiert. Nach einem solchen Erfolg ist ein Soloalbum kein Rückzug, sondern ein Innehalten – der Versuch, die eigene Stimme neu zu finden. Dass sie dafür ein so stilles, analoges Setting gewählt hat, macht „Melt“ umso glaubwürdiger.
Melt – ein Album für Zwischentöne
Melt umfasst zehn Tracks, darunter „Puddles“, „Back to You“ und „Slip“ – Songs, die mit verträumten Harmonien und minimalistischen Arrangements arbeiten. Nichts wirkt überproduziert, alles klingt bewusst roh und nah.
Insgesamt fühlt sich „Melt“ wie ein Tagebuch an, das man zufällig in einer Holzhütte im Schnee findet. María Zardoya zeigt, dass sie nicht stehen bleibt, sondern bereit ist, neue Räume zu betreten. „Melt“ ist kein Album, das laut wird – es flüstert, und genau deshalb hört man hin. Für alle, die Pop lieben, der ehrlich klingt und sich traut, leise zu sein, ist Not for Radio mehr als nur ein Nebenprojekt – es ist eine Einladung zum Zuhören.
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