„Volume III“: Flore Laurentienne beendet instrumentale Trilogie

von

Anzeige*

Kann ein Instrumentalalbum eine Landschaft atmen lassen? Flore Laurentienne scheint mit „Volume III“ genau das zu schaffen. Das Alter Ego von Mathieu David Gagnon schließt heute eine Trilogie ab, die 2019 begann und legt damit ein Album vor, das sich anfühlt wie eine cineastische Wanderung entlang des Sankt-Lorenz-Stroms.

Das dritte und finale Kapitel dieser Reihe verbindet Orgeln, analoge Synthesizer und Streicherensembles zu einem Sound, der in Québec verwurzelt ist und zugleich international Gehör findet. Im offiziellen Visualizer zur Single „Fleurs“ wird die Ästhetik des Albums bereits spürbar.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Wie klingt das Ende einer Trilogie?

„Volume III“ entfaltet sich organisch – von „Fleurs“, das noch an „Volume II“ erinnert, bis zum abschließenden „(À travers les) Chablis“, das bereits in die Zukunft weist. Die Musik ist weder minimalistisch noch überladen, sondern bewegt sich in einem Zwischenraum aus Intimität und Erhabenheit. 

Gagnon komponiert nicht für die Bühne oder den Soundtrack, sondern für einen inneren Zustand. Irgendwo zwischen Kontemplation und leiser Unruhe. Inspiriert von Johann Sebastian Bach, King Crimson und Hans-Joachim Roedelius verbindet das Album klassische Kompositionsstrenge mit improvisatorischer Offenheit. Drei Stücke sind im César-nominierten Film „Nino“ von Pauline Loquès zu hören, was die narrative Kraft der Musik unterstreicht.

Anzeige*

Was bleibt, wenn die Trilogie endet?

Flore Laurentienne geht ab 9. April auf Europatournee mit Stopps in England, Frankreich, Belgien und der Schweiz sowie einem Instore-Konzert bei Rough Trade in Berlin am 13. April. Die zentrale Botschaft des Albums beschreibt Gagnon selbst als Kreislauf: Samen, Pflanze, Blüte, Verfall und wieder von vorn. 

Es ist die Suche nach Schönheit im Chaos, aus dem Harmonie entsteht. „Volume III“ ist weniger Abschied als Transformation. Ein Album, das eine Phase abschließt, ohne das Projekt stillzulegen. Wie seht ihr das: Braucht Instrumentalmusik einen Abschluss, oder ist das Ende nur eine Pause vor dem nächsten Zyklus?

MEHR INFOS

Streaming
Artist-Page

Du möchtest weitere Beiträge zu Neuveröffentlichungen, Events und Musik-News lesen? Hier kannst du weiterstöbern.