Die vier Wiener Freund*innen von LEETA veröffentlichten am 16. Oktober 2026 ihre neue Single „Souvenir“, einen Song über einen Sommerflirt. Ein Sommersong Mitte Oktober wirkt erstmal schlecht getimt. Der Urlaub ist für die meisten abgehakt, die Sonnencreme steht halbvoll im Badschrank und die Playlists sind längst auf Herbst gestellt.

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Passt aber genau, denn „Souvenir“ erzählt von dem, was nach dem Urlaub übrig bleibt, und zwar aus Sicht der Person, die zurückgelassen wird. Ein Herbstsong im Sommerkleid, wenn man so will. Das offizielle Musikvideo hat Flora Treml umgesetzt, und ihr könnt es euch direkt hier anschauen.

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Magnete am Kühlschrank, Bilanz im Refrain

Die Single ist nach der Debüt-EP „Leeta“ vom November 2025 die dritte Auskopplung aus dem ersten Album „Ace Up The Sleeve“, das am 12. Februar 2027 erscheint. Produziert haben Noah Sarich, Gitarrist bei LEETA, und Gregor Halsmayer alias FAZO, der sonst bei Baits Schlagzeug spielt. Als Vorbilder nennt die Band den Punkrock von Amyl and the Sniffers und Indiebands der Nullerjahre wie The Libertines oder The White Stripes.

Erzählt wird ein klassischer Urlaubsflirt: nasse Haare, klebrige Sonnencreme, Blickkontakt bis zum Rotwerden, dann geht es mit zur anderen Person. Dort kleben auffällig viele Magnete am Kühlschrank. Die andere Person stellt sofort klar, dass das eine einmalige Sache bleibt, und im Refrain zieht das lyrische Ich die Bilanz: „I’m a souvenir, a summer holiday find“.

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Der Riss im Hinterkopf

In der Bridge spürt das lyrische Ich plötzlich einen Riss im Hinterkopf und blickt durch ein Haus einfach hindurch. Man könnte das als Moment des Durchschauens lesen: Die Magnetsammlung ist entlarvt, und von den beiden bleibt nur, was zwischen den Zeilen steht. Klingt für mich nach mehr als abgearbeiteten Referenzen, denn die Gitarren mit Neunziger-Kante treiben solide, zünden tut der Song aber erst durch die Harmonien von Lea-Carlotta Walenta und Leona Sperrer.

Damit sitzt auch das Timing. Wer sich selbst ein billiges Mitbringsel nennt, bekommt hier trotzdem das letzte Wort, ausgerechnet im Oktober, wenn die Urlaubsfotos längst im Handyspeicher verstauben. Also ehrlich: Wart ihr schon mal das Souvenir von jemandem, oder klebt bei euch selbst ein Magnet zu viel am Kühlschrank?

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